18 September 2019 | Meinung & Kommentare

Eine ermutigende Entwicklung

Mit der Auftragsvergabe für den Ausbau und die Modernisierung des Hosea-Kutako-Internationalen-Flughafens außerhalb Windhoeks, an das lokale, namibische Bauunternehmen Nexus Building Contractors, scheint die Regierung ihr Versprechen halten zu wollen. Demnach sollen alle Staatsaufträge in erster Linie an Lokalunternehmer vergeben werden - dies schließt die Weitervergabe von Teilarbeit an Stückarbeiter und Subunternehmer ein.

Der Staat sollte allerdings dabei im Sinne der Gerechtigkeit genauso konsequent gegen einen sogenannten namibischen „Tenderpreneur“ (Briefkastenunternehmer) vorgehen, wie sie es mit Unternehmen vorhaben, die nicht den Regierungsvorstellungen des NEEEF-Konzepts gerecht werden.

Ferner kann es die Regierung keinen Skeptikern verübeln, die diese Entwicklung vorerst als eine Wahljahr-Scharade abtun und die weitere Entwicklung, bzw. weitere Auftragsvergaben an lokale Bauunternehmen und Lieferanten, abwarten. Allzu lange wurden sie an der Nase herumgeführt. Denn wenn man beim Thema bleibt, hatte die AZ vor einiger Zeit darüber berichtet, als Leake Hangala die sofortige Modernisierung des Flughafens kurz nach seinem Amtsantritt als Aufsichtsratsvorsitzender der Flughafengesellschaft NAC ankündigte. Er sprach von einer Fertigstellung im September 2019 ­­- dem Monat, in dem man nun mit dem Bau beginnt.

Bleiben wir bei der positiven Entwicklung, dann erkennt man hier ein Bauvorhaben, das zwar Geld verschlingt, dabei aber Namibia als Besucherziel aufwertet und den bestehenden Frust unter den Namibia-Besuchern, die sich bisher einer Schikane nach der anderen seitens der Immigrations- und Sicherheitsbeamten am Flughafen ausgesetzt sehen/sahen, maßgeblich verringern sollte.

Doppelt so viele Gäste wie bisher sollen nach Fertigstellung im September 2020 problemlos durch den Flughafen geschleust werden, so die Vizepremierministerin Netumbo Nandi-Ndaitwah. Ob sich bis dahin auch die Launen sowie die Arbeitsmoral der Beamten verbessert haben, bleibt abzuwarten.

Von Frank Steffen

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