30 Januar 2019 | Lokales

Eine Basis für die Bodenkunde

PanAfGeo-Seminarreihe wieder in Namibia – Nachhaltigkeit im Fokus

Über 20 geologische Fachleute aus diversen Ländern Afrikas nehmen zurzeit an einer Seminarreihe in Windhoek teil. Sie lernen, digitale Modelle dreidimensional auf einem Rechner zu erstellen. Was trocken klingt, verspricht dem Kontinent ein besseres Verständnis seiner Bodenkunde.

Von Clemens von Alten

Windhoek

Zum vierten Mal findet im Rahmen der Initiative PanAfGeo eine geologische Seminarreihe in Namibia statt. „Der Austausch von Wissen ist nicht nur für Afrika sondern für den gesamten Globus von großer Bedeutung“, sagte die französische Botschafterin, Claire Bodonyi, als sie am Montag die 21 Kursteilnehmer aus zwölf afrikanischen Ländern in Windhoek begrüßte. „Rohstoffdaten sind für Namibia und den gesamten Kontinent unerlässlich“, fügte die Pressesprecherin der namibischen EU-Delegation, Susan-Marie Lewis, hinzu.

Im Zentrum der zweiwöchigen Seminarreihe steht die Nutzung spezieller Software, mit der mehrschichtige geologische 3D-Modelle erstellt werden. Mit Vorträgen, Übungen und Fallbeispielen wird den Teilnehmern beigebracht, mit den geologischen Daten umzugehen. Die Kurse werden gemeinsam von der französischen Behörde für Bodenkunde (Bureau de recherches géologiques et minières, BRGM) sowie dem Geologischen Landesamt Namibias (Geological Survey of Namibia, GSN) organisiert.

Die 21 Kursteilnehmer stammen beispielsweise aus Benin, Kamerun, Kenia, Mauretanien und Sierra Leone. So zeigte sich eine Mitarbeiterin des geologischen Amtes von Ghana besonders wissbegierig: „Geologische Daten anschaulich darzustellen, hilft uns, zu den politischen Entscheidungsträgern durchzudringen“, sagte sie. Ein Teilnehmer aus Namibia, Kaleb Negussie, von der hiesigen Universität für Wissenschaft und Technik (Namibia University of Science and Technology, NUST), kann kaum abwarten, sich im Rahmen der Seminare mit den Daten seines Fachgebiets auseinanderzusetzen.

Die französische Botschafterin, die seit über einem Jahr in Namibia lebt, betonte: „Nachhaltigkeit ist ein wesentlicher Bestandteil der Bodenkunde, und gerade in einem trockenen Land wie Namibia spielt das Wissen rund um Wasser eine besonders große Rolle“, so Bodonyi. Susan-Marie Lewis von der EU-Delegation bedankte sich bei den Teilnehmern und wünschte ihnen viel Erfolg. Sie erwartet nicht nur einen Austausch von Informationen, sondern hofft auch, dass schlussendlich ein Netzwerk entsteht, auf das zurückgegriffen werden könne.

PanAfGeo ist eine dreijährige Partnerschaft der geologischen Interessensverbände EuroGeoSurveys (Geological Surveys of Europe, EGS) und OAGS (Organisation of African Geological Surveys). Ziel ist es, rund 1500 geologische Fachexperten aus Afrika fortzubilden; insgesamt sollen 50 Schulungen stattfinden. Finanziert wird die 10,3 Millionen Euro teure Initiative von der Generaldirektion für internationale Zusammenarbeit und Entwicklung (DG DEVCO) der EU-Kommission sowie von zwölf europäischen Ämtern für Bodenkunde, die von der geologischen Behörde Frankreichs (BRGM) koordiniert werden. Bisher haben laut dem Geologischen Landesamt Namibias 18 ihrer Mitarbeiter an den Schulungen teilgenommen.

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