20 Mai 2011 | Politik

Eigenes Kernkraftwerk bleibt noch Utopie

Windhoek - Der Traum etlicher Politiker, die sich vorstellen, dass Namibia bis 2018 ein eigenes Kernkraftwerk betreiben könnte, hat gestern eine kalte Dusche erfahren. Prof. Helmut Mischo, Direktor für die Abteilung Hoch- und Tiefbau am Windhoeker Polytechnikum, hatte im Rahmen der Bergbaumesse in Windhoek zu einem brisanten Thema ein volles Lokal: "Wie weit kann sich Namibia am nuklearen Zyklus beteiligen?" Als weltweit viertgrößter Produzent von Uranoxid steht Namibia als prominentes Glied in der Kette zwischen Erzförderung, Anreicherung von radioaktivem Brennstoff, Erzeugung von Atomenergie und Entsorgung von radioaktivem Abfall.

Durch Preisanstieg von Uranoxid sowie gesteigerte Produktion könnte Namibia sogar noch ein oder zwei Ränge auf der Größenleiter aufsteigen. Dadurch ist bei etlichen politischen Entscheidungsträgern der ehrgeizige Wunsch nach einem eigenen Kernkraftwerk entstanden. Prof. Mischo ist auf die praktischen Voraussetzungen für solch ein Projekt in einem dünn besiedelten Land eingegangen.

Nampower müsste jährlich zunächst doppelt so viel Elektrizität liefern wie derzeit, um ein Atomkraftwerk zu betreiben. Nach der Berechnung von Mischo verfügt Namibia insgesamt über 1040 qualifizierte Techniker und Ingenieure. Der Betrieb eines nuklearen Kraftwerks verlange allein schon 600 bis 800 speziell qualifizierte Kräfte, um das Werk rund um die Uhr und 365 Tage zu betreiben. Die Kosten für den Bau eines solchen Werks setzt Mischo bei 35 Milliarden N$ an, was dem derzeitigen Jahreshaushalt des Staates Namibia entspricht. Er erinnerte daran, dass zum Betrieb eines solchen Werks auch noch die hoch-technische Entsorgung des Kernabfalls hinzukommt, wofür es in Namibia noch kein Programm gibt.

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