09 März 2012 | Kultur & Unterhaltung

Ees und T-zon rappen gemeinsam gegen Schulden

Windhoek - In dem Song schuldet Ees seinem Kollegen T-zon "10 Backz", kann sie T-zon aber nicht mehr zurückzahlen. Obwohl T-zon das Geld dringend benötigt, weigert sich Ees dennoch, die zehn Dollar, die er bei sich hat, raus zu rücken. Im Großen und Ganzen ist der Song eine Debatte, in der die beiden versuchen, eine Lösung für das Geldproblem zu finden. Am Ende siegt die Freundschaft und Ees bezahlt seine Schulden.

Die beiden Musiker hatten die Idee, ein Thema zu nehmen, das Jugendliche weltweit nur zu gut kennen: Schulden. Jeder hat schon einmal jemanden um Geld gefragt oder wurde selbst am Kiosk angeschnorrt. Ees und T-zon hatten vorher auf dem Schulhof der DHPS (Deutsche Höhere Privatschule Windhoek) herumgefragt, was das Hauptthema unter den Schülern sei. Die Antwort waren ganz klar die Einkäufe beim Schulkiosk, für die man sich Geld leiht, weil man blank ist oder Freunden etwas vorstreckt.

Es sollte jedoch kein ernster Song über die Probleme der Jugendlichen entstehen, sondern ein lustiger, der Lebensfreude widergibt. Auch war das Ziel, beide Musikstile vereinen zu können. T-zon ist Hip-Hopper während Ees sich auf Kwaito spezialisiert hat.

Christoph Thesen, alias T-zon, ist ein 18 jähriger, namibischer Rapper, der letztes Jahr seinen Abschluss an der DHPS absolviert hat. Seit fünf Jahren rappt er auf Deutsch und hat bereits ein Mixtape in 2007 zusammengestellt sowie drei Alben produziert. Sein erstes Album, "Das Problem", erschien 2008, das zweite, "Rap ist Macht", in 2009 und letztes Jahr brachte er sein aktuelles Album, "Von Ganz Unten, The Best of T-zon 2007-2009" heraus. Über die Jahre hat er mehr als 300 Alben verkauft. Aufgetreten ist T-zon bereits bei Veranstaltungen wie der Haiti Charity Show im Zoo Park und dem Namibian Music Award. Auch mit der bekannten Rockband Famaz Attak stand er schon auf der Bühne. "Beim Famaz Attak CD-Release vor mehr als 300 Zuschauern habe ich zwei meiner Hip Hop Songs in einem Rock-Remix vorgespielt", erzählt T-zon.

Momentan ist er bei keinem Label unter Vertrag, war aber lange Zeit bei MBG (Mad Boy Genius). Er arbeitet seit 2008 mit dem Produzenten "Whiterock" zusammen, vermarktet sich aber weiterhin selbst auf der Internetplattform Youtube unter dem Namen "TZON4life". Hier hält er sein Publikum immer auf dem neusten Stand der Dinge. "Whiterock bastelt an 80% von meinen Songs an den Beats, also ist er sozusagen mein Beat Produzent", sagt der 18-Jährige.

Dieses Jahr wird das junge Rap- und Hip-Hop-Talent Namibia verlassen, um in Köln Veranstaltungskaufmann zu studieren. Mit Ees wird er sich dort eine Wohnung teilen. "Das hat auch dazu beigetragen, dass unser gemeinsamer Song endlich entstanden ist", berichtet T-zon. Es sei schob seit zwei Jahren in Planung gewesen, habe aber wegen mangelnder Zeit nie geklappt. "Ich war kurz in Deutschland und dann haben wir die Zeit endlich gefunden", sagt er. Die Rapper nennen ihn den "Gute-Laune-Song".

Zusammen haben sie 100 Werbe CDs produziert, die an der DHPS und der DSSW von T-zon persönlich verteilt wurden. Wer nicht zu den Glücklichen gehört, könnt ihr wie schon erwähnt euch den Song auf Youtube anhören.

Auf die Frage, ob eine weitere Zusammenarbeit der Beiden folgen wird, antwortete T-zon: "Ja, es wird noch mehrere Tracks von uns zusammen geben." Da Ees ihn als einen "Feature-Gast" auf seinem neuen Album eingeladen hat, das spätestens Anfang nächsten Jahres herauskommt, steht das nächste Projekt bereits an.

Von Clara Rattay

Gleiche Nachricht

 

Soloausstellung: Nach zwölf Jahren gibt es zwölf Kunstwerke

vor 2 wochen - 04 Januar 2019 | Kultur & Unterhaltung

Eine Kunstausstellung der besonderen Art: Der Swakopmunder Pierre van der Westhuizen stellt zurzeit zwölf einzigartige Werke in dem Geschäft „Die Muschel“ aus - es ist...

Zweites Album voll mit namibischem Rock

vor 1 monat - 21 Dezember 2018 | Kultur & Unterhaltung

Windhoek (ahi) Nach dem breiten Erfolg mit ihrem ersten Album „This is Africa” ist die Windhoeker Rockband RUSHOUR zurück an der Front mit ihrem neuen...

Skatturnier in Grootfontein

vor 1 monat - 19 Dezember 2018 | Kultur & Unterhaltung

Nicht nur in Windhoek und Swakopmund, auch in Grootfontein gibt es einen regen Skatverein. Jeden Mittwoch treffen sich die 4-7 Mitglieder vom „Harten Kern” zum...

Die Gewinn-Nummern der Lions-Adventskalender-Aktion 2018

vor 1 monat - 18 Dezember 2018 | Kultur & Unterhaltung

Wie bereits in den vergangenen Jahren hat der Lions-Club Alte Feste auch dieses Mal einen Adventskalender herausgebracht, der innerhalb kürzester Zeit ausverkauft war. Jeder...

Tauchgang in die namibische Kultur

vor 1 monat - 15 Dezember 2018 | Kultur & Unterhaltung

Windhoek (ahi) Im Warehouse Theatre in Windhoek wird es ab dem neuen Jahr täglich eine neue Show geben, bei der die namibische Kultur im Vordergrund...

Sommer, Sonne, Strand und Eiscreme

vor 1 monat - 15 Dezember 2018 | Kultur & Unterhaltung

Die meisten Einwohner Namibias ertappen sich zumindest einmal im Jahr beim träumen - ein Moment, in dem sie sich nach dem typischen Urlaubsgefühl an der...

Elemotho lebt seinen Namen

vor 1 monat - 14 Dezember 2018 | Kultur & Unterhaltung

Von Antonia Hilpert, WindhoekEle Motho Gaalelekwe - so lautet der vollständige Name einer der bekanntesten Sänger in Namibia – kurz Elemotho. Er entstammt dem Batswana-Volk...

Neues vom „Hocker"

vor 1 monat - 14 Dezember 2018 | Kultur & Unterhaltung

Windhoek/Swakopmund (ahi) Bei Touristen und Einheimischen sind ihre Bücher gleichermaßen beliebt – Susanne Kinghorn hat nun bereits ihren sechsten Band „Locker vom Hocker“ herausgebracht. Das...

Vögel vor der Linse

vor 1 monat - 14 Dezember 2018 | Kultur & Unterhaltung

Windhoek/Swakopmund (ahi) Am Anfang galt sein Interesse der Fotografie im Allgemeinen, bis er in den 1980er Jahren mit zwei „vogelverrückten“ Freunden in den Urlaub fuhr....

Ehrung für namibische Kinderbücher

vor 1 monat - 07 Dezember 2018 | Kultur & Unterhaltung

Windhoek (ahi) - Das namibische Kinderbuchforum (NCBF) wurde im Februar 1988 mit zwei Hauptzielen gegründet: Zum einen die Lesekultur und Liebe zu Büchern bei namibischen...