28 Januar 2019 | Afrika

Ebola-Virus in Fledermaus

Erreger in Fledertier in Liberia nachgewiesen

Monrovia (dpa) - Forscher haben das für Menschen hochgefährliche Ebola-Virus erstmals bei einer Fledermaus in Westafrika nachgewiesen. Weitere Untersuchungen müssten nun ergeben, ob mehr Fledermäuse betroffen sind und wie sie das Virus verbreiten, erklärte das liberianische Gesundheitsministerium. „Diese Informationen werden uns helfen, Strategien zu entwickeln, das Risiko weiterer Epidemien zu reduzieren“, hieß es weiter. Antikörper gegen das Virus waren bereits zuvor bei Fledertieren in der Region nachgewiesen worden.

Die Analyse des Genoms habe eine große Übereinstimmung mit dem sogenannten Zaire-Ebola-Virus ergeben, das in Westafrika 2014/2015 den verheerenden Ebola-Ausbruch mit rund 11000 Toten verursacht habe, erklärte der Virologe Simon Anthony. „Das ist wichtig, weil wir bislang gar nicht wussten, wie es zu der Westafrika-Epidemie kam“, sagte der Forscher. Nun könne mehr über Ebola herausgefunden werden und auch, wie das Virus auf Menschen übertragen werde.

Die Untersuchungen dauern an, bislang sei nur die DNA von rund einem Viertel der Proben von 4000 Tieren aus Liberia analysiert worden. Es sei aber vor allem den Behörden in Liberia wichtig gewesen, die Bevölkerung sofort vor der Tötung und dem Verzehr von Fledermäusen zu warnen. Auch von Flughunden sind Ebola-Infektionen bekannt.

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