15 September 2020 | Wirtschaft

Dubioser Grundstückkauf

Chinesische Geschäftsfrau bekommt Preisnachlass in Millionenhöhe

Der Dorfrat in Divundu hat dem Unternehmen der chinesischen Geschäftsfrau Stina Wu einen Rabatt von über 20 Millionen Namibia-Dollar für den Erwerb verschiedener Grundstücke zugesichert. Eine andere Firma, die zeitgleich Land erwerben möchte, muss indessen den vollen Preis zahlen.

Kenya Kambowe und Steffi Balzar, Rundu und Windhoek

Die Helmsman Group, die sich im Besitz der Chinesin Stina Wu befindet, plant den Erwerb von acht Grundstücken mit einer Fläche von circa 83,2 Hektar. Das unbebaute Land soll zu einem Wohngebiet und einem Einkaufskomplex ausgebaut werden. „Der Staffelpreis für unbebautes oder nicht bewirtschaftetes Land beträgt 35 Namibia-Dollar pro Quadratmeter“, bestätigte der Geschäftsführer des Dorfrats von Diviundu, Athanasius Maghumbo, vergangene Woche. Der Kaufpreis müsste sich demnach auf knapp 29 Millionen Namibia-Dollar belaufen. Die Firma soll nun jedoch nur circa 8,6 Millionen Namibia-Dollar zahlen und erhält somit einen massiven Rabatt, nachdem ihr Antrag auf eine Preisermäßigung von der örtlichen Behörde bewilligt wurde.

„Die Helmsman Group wird die Kosten für die Erschließung des Grundstücks übernehmen und deshalb wurde ihr unter anderem die Preisermäßigung gewährt“, erklärte Maghumbo. Zudem hätten mögliche positive Renditen, die vom Rat erzielt werden könnten, wie beispielsweise zusätzliche Infrastruktur, die Schaffung von Arbeitsplätzen, die lokale Wirtschaftsentwicklung und die Bereitstellung von Wohnraum die Preissenkung beeinflusst.

Laut einer Anzeige in verschiedenen Lokalzeitungen plant auch das Erschließungsunternehmen, Jian Wen Investments Namibia, einen Landerwerb. Der Dorfrat von Divundu soll der Firma demnach 1,5 Hektar Land angeboten haben. Laut Maghumbo zahlt dieses Unternehmen jedoch den vollen Preis für das unbebaute Land, was in etwa 525000 Namibia-Dollar entspricht. „Auf dem Land sollen eine Fabrik für Baumaterialien, ein Supermarkt sowie verschiedene Einzelhandelsgeschäfte und eine Tankstelle errichtet werden“, so der Geschäftsführer des Rats. Der Verkaufspreis sei an die Bedingung geknüpft, dass der Bauträger die Kosten für die Entwicklung des Grundstücks selbst trage.

„Der Rat wird die Gelder, falls die Transaktionen zustande kommen, in die Erschließung von Grundstücken stecken, da er weder über Bauland noch über die nötigen Mittel verfügt, in neue kommunale Infrastruktur zu investieren“, schloss Maghumbo.

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