24 April 2020 | Landwirtschaft

Druck auf Agrarsektor wächst

Landwirtschaftsministerium: Dürre bisher schlimmer als COVID-19

Nach guten Regenfällen gab es bei vielen Farmern ein erstes Aufatmen. Die Folgen der bis dato anhaltende Dürre der vergangenen drei Jahre hatte schwere Auswirkungen auf die Landwirtschaft. Welche Folgen die COVID-19-Pandemie mit sich bringt, bleibt abzuwarten.

Von Steffi Balzar, Windhoek

„Als die Coronavirus-Pandemie ausgebrochen ist, war die Hälfte der Anbausaison bereits verstrichen“, sagte der Staatssekretär des Landwirtschaftsministeriums, Percy Misika, gestern bei einer Pressekonferenz in Windhoek. „Die Trockenheit der vergangenen Jahre hatte bisher weitaus schlimmere Folgen.“ Zurzeit würden sporadische Regenfälle die Bedingungen zusätzlich erschweren.

Dennoch machen sich die verhängten Maßnahmen auch in der Landwirtschaft bemerkbar. „Die zurzeit geltenden Ausgangs- und Reisebeschränkungen wirken sich direkt auf die Produktivität vieler landwirtschaftlichen Betriebe aus“, unterstrich Misika. Aufgrund der Schließung informeller Märkte hätten vor allem Kommunalfarmer mit einer geringeren Nachfrage und einem Mangel an Abnehmern zu kämpfen.

Auch betroffen seien kommerzielle Farmer, deren Einnahmen zu 80 Prozent aus dem Fleischexport stammen, wie Roelie Venter, Geschäftsführer des Landwirtschaftsverbandes (NAU), sagte. Ihm zufolge herrscht große Verunsicherung, welche Veränderungen in den Absatzmärkten zu erwarten sind. Rinderauktionen seien zurzeit schlecht besucht, Schlachthöfen unausgelastet, und es werde weniger Fleisch ins Ausland verkauft. Zudem verzögere die Ausgangsperre nicht nur logistische Abläufe innerhalb des Landes. „Normalerweise benötigt eine Fracht nach Norwegen 28 Tage, doch wegen zwingenden Umleitungen dauert es nun 52 Tage“, fügte Msika hinzu.

Ihm zufolge können Vollzeit- und Teilzeitfarmern ab heute eine einfache Reisegenehmigung zur Versorgung der Farm, Angestellten oder Tiere beantragen. Allerdings beschränke sich diese Erlaubnis auf die jeweilige Zone. Sollte sich der Antragssteller von einer Zone in eine andere bewegen wollen, sei die Polizei der Ansprechpartner.

Firmen wie der Pelzproduzent Swakara, Jagdbetriebe und Gästefarmen sind laut Venter zurzeit am stärksten betroffen. „Teilweise gibt es sehr große Gewinneinbußen“, sagt der NAU- Geschäftsführer. „Die kommenden vier bis sechs Wochen werden kritisch“, sagte er. Bisher habe es aber keine Entlassungen im primären Landwirtschaftssektor gegeben.

Gleiche Nachricht

 

Mangel an gesunder Ernährung

vor 4 tagen - 26 November 2021 | Landwirtschaft

Von Lea DillmannWindhoek/RomDie Rede ist von einem Anteil von 0,51 Prozent der Bevölkerung in Namibia, der sich keine gesunde Ernährung leisten kann. Das betrifft immerhin...

Denker im Interview

vor 3 wochen - 08 November 2021 | Landwirtschaft

Die AZ hat mehrfach über die Situation auf den Farmen Ameib, Brabant und Davib-Ost geschrieben, die von illegalem Kleinbergbau und Wilderei betroffen sind. Dies hatte...

Kleinbergbau gerät aus dem Ruder

vor 3 wochen - 05 November 2021 | Landwirtschaft

Von Katharina Moser, Windhoek/Ameib/ReutlingenDass die teils ungenehmigten Aktivitäten von Kleinminern im Erongo ein kontroverses Politikum sind, ist allgemein bekannt. Zuletzt hat das Thema auf den...

Namibia stoppt Einfuhr von Lebend-Geflügel und Geflügelprodukten

vor 4 wochen - 02 November 2021 | Landwirtschaft

Windhoek (led) - Das Landwirtschaftsministerium hat bekanntgegeben, den Import und den Verkauf im Inland von lebendem Geflügel und Geflügelprodukten aus Deutschland und den Niederlanden auszusetzen....

„Devil’s Claw“ rettet die weggebrochenen Einnahmen

vor 1 monat - 29 Oktober 2021 | Landwirtschaft

Die namibische Stiftung Nyae Nyae („Nyae Nyae Development Foundation of Namibia”) unterstützt die Menschen in den Naturschutzgebieten Nyae Nyae und N?a Jaqna beim Verkauf der...

Sandige Böden fruchtbar machen

vor 1 monat - 29 Oktober 2021 | Landwirtschaft

Windhoek (led) - Vom 23. bis 30. September hat eine Gartenbauschulung für Farmer rund um die Orte Rundu, Kongola und Katima Mulilo stattgefunden. Die Schulung...

GIZ-Projekt zu Buschmasse abgeschlossen

vor 1 monat - 25 Oktober 2021 | Landwirtschaft

Von Katharina Moser, WindhoekVertreter der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), der namibischen Universität für Wissenschaft und Technik (NUST) und des Umweltministeriums haben am Freitag...

Eloolo erneut geschlossen

vor 1 monat - 20 Oktober 2021 | Landwirtschaft

Von T. Haidula & F. Steffen, Oshakati/WindhoekDas namibische Unternehmen Kiat Investments Holdings, das einen 25-Jahre-Vertrag für den Betrieb des Eloolo-Schlachthofs in Oshakati erhalten hatte, wird...

Essenspenden zum Welternährungstag

vor 1 monat - 19 Oktober 2021 | Landwirtschaft

Windhoek/Swakopmund (led/Nampa) - In Namibia haben rund 330 000 Menschen keinen gesicherten Zugang zu Nahrung. Des Weiteren haben rund 440 000 Menschen einen mäßig sicheren...

Uran: „Das geht einfach nicht!“

vor 1 monat - 15 Oktober 2021 | Landwirtschaft

Von Frank Steffen und Brigitte Weidlich, Windhoek Dr. Roy Miller, der ehemalige Direktor des Geologischen Vermessungsdienstes im namibischen Ministerium für Bergbau und Energie (MME), ist...