12 Februar 2020 | Landwirtschaft

Dürre dauert im Zentrum und Süden an

NAU: Dürre stellt finanzielle sowie mentale Herausforderungen

Der Vorstand des namibischen Landwirtschaftsverbandes befasst sich eingehend mit der anhaltenden Dürre. Dabei ist man zum Schluss gekommen, dass zwar große Teile der kommerziell-betriebenen Farmgegenden im Norden Namibias Niederschläge verzeichnen konnten, der gesamte zentrale und südliche Teil des Landes jedoch immer noch in einer enormen Krise steckt.

Von Frank Steffen, Windhoek

Die Vorstandsmitglieder des namibischen Landwirtschaftsverbandes NAU stellten in der vergangenen Woche fest, dass im Gegensatz zum Vorjahr, als die Produzenten noch Tiere verkaufen mussten und sich daraus zumindest ein erzwungenes Einkommen ergab, sich nun keine Lösungen mehr abzeichnen.

Laut NAU seien dringend neue Pläne erforderlich. Dementsprechend fordert der Verwaltungsausschuss alle Farmervereine auf, weiterhin ihre Mitglieder bzw. ortsansässige Farmer zu unterstützen und sich die emotionale sowie finanzielle Krise der einzelnen Produzenten mit ihren eigenen besonderen Umständen zu vergegenwärtigen. Darum werde die sogenannte Hotline zur Unterstützung von Bedürftigen weiterhin in Betrieb bleiben.

Indessen ist der NAU damit beschäftigt, notwendige Finanzplanungsmaßnahmen einzuleiten, wodurch Landwirten geholfen werden soll, die sich finanziell am Ende befinden und auf Hilfe angewiesen sind. Man befinde sich im Gespräch mit Wirtschaftsprüfern, die sich mit den finanziellen Situationen der einzelnen hilfsbedürftigen Farmerfamilien befassen, um diesen vertrauliche Notmaßnahmen und Hilfsvorschläge zu unterbreiten. Der NAU werde demnächst Näheres darüber berichten.

Das Dare-to-Care-Hilfsprojekt, durch das im vergangenen Jahr maßgebliche, landesweite Dürrehilfe geleistet werden konnte, soll Ende März in seiner jetzigen Form beendet werden. Die Möglichkeit der Gründung eines neuen Dare-to-Care-Projektes, mit Schwerpunkt auf humanitäre Hilfe, wird jetzt vom NAU untersucht.

Da sich viele Farmer momentan nicht mehr den Schulfonds ihrer Kinder leisten können, wird der NAU den von Henriette le Grange gegründeten „Dürrefonds“ unterstützen. Le Grange will durch diese Initiative die Zahlung der Schulgelder ermöglichen. Der NAU betonte, dass er keine Schulgelder zahlen werde, sondern lediglich mit ihr zusammen arbeite und ihr durch Werbung in den verschiedenen NAU-Korrespondenzen unter die Arme greifen wolle.

Der NAU befinde sich ferner im Gespräch mit dem Landwirtschaftsminister, wodurch eine gesamte, nachhaltige und langfristige Dürrestrategie erarbeitet werden soll. Dies betreffe auch die Milchindustrie, die sich durch die Dürre in einer äußerst prekären Lage befinde. Milchbauern scheiden aus der Branche und so ist die Milchproduktion in den meisten Regionen, in denen Milch erzeugt wird, rückläufig. Das jährliche Milchproduktionsvolumen Namibias sei um 8,7 Prozent der 23 Millionen aus dem Jahre 2018, auf 21 Millionen im Jahr 2019 zurückgegangen.

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