19 Oktober 2021 | Natur & Umwelt

Drohender „Investment-Flop“

Portal warnt vor ReconAfrica-Aktie - Lokalbevölkerung erhofft sich Beistand

Börse Online warnt vor einer Akte, die anscheinend nicht den ursprünglichen Erwartungen gerecht werden kann. Momentan zeigt sich ReconAfrica eher verhalten, während der Staat dem kanadischen Explorationsunternehmen den Rücken stärkt. Erstaunt reagiert die Lokalbevölkerung indessen auf manches Verhalten von Vertretern des namibischen Staates.

Von Frank Steffen, Windhoek

Vor knapp zehn Tagen warnte ein deutsches Investoren-Portal: „Seit BÖRSE ONLINE vor einigen Wochen an dieser Stelle vor der Aktie von Reconnaissance Energy Africa (WKN: A2P RKY) gewarnt hatte, verlor sie fast die Hälfte an Wert. Einiges deutet darauf hin, dass sich der Abwärtstrend fortsetzt. Die Aktie ist an der kanadischen Börse notiert, aber auch hierzulande handelbar.“ Das Unternehmen habe inzwischen behauptet, konventionell nach Öl zu suchen und kein Fracking einsetzen zu wollen.

„In der Region wurde aber schon vor 50 Jahren ohne Erfolg mit konventionellen Mitteln nach Öl gesucht. Deshalb lag die Vermutung nahe, dass ReconAfrica am Ende Fracking einsetzen will, was in der ökologisch einmaligen Region nicht gestattet ist. Zu Recht. Auch wenn ReconAfricas Manager das in der Öffentlichkeit anders darstellen, unterstützen die Auswertungen der ersten Probebohrungen die These von großen Ölfunden nicht. So erreichten die Bohrungen nicht einmal die angekündigte Tiefe, was mit Sicherheitsüberlegungen begründet wurde“ heißt es ferner in dem Bericht.

Der namibische Staat und ReconAfrica selbst behaupten nach wie vor, dass sie fündig wurden und versuchen der Lokalbevölkerung durch gezielte Falschinformationen und Halbwahrheiten ihre fortgesetzten Seismik-Vermessungen schmackhaft zu machen. Nachdem sich der Schauspieler Leonardo DiCaprio bereits monatelang engagiert gegen die Ölsuche eingesetzt hat, haben sich Prinz Harry, der Herzog von Sussex und seine Frau Meghan Markle nun gegen diese Suche ausgesprochen (AZ berichtete).

Lokalvertreter sprachen gegenüber der AZ die Hoffnung aus, dass weltweit eine gezielte Vorgehensweise zustande kommt. „Dieser Quatsch von der Polizei, die mehr als 30 Jahre nach der Unabhängigkeit unseres Landes, plötzlich in unserer Region mithilfe des Seismik-Equipments von ReconAfrica nach Minen suchen wollte, ist kaum zu glauben! Sie wollten einfach durch den Wald fahren und Schneisen kappen dürfen“, meinte Thomas Muronga.

Genauso sei es Unsinn, Brandschneisen kappen zu wollen um den Waldbränden zuvorzukommen: „Mit dem Traktor schafften sie neue Wege mit einer Breite von höchstens fünf Metern und zwar an Stellen, wo wir sie gar nicht brauchen. Wenn wir Brandstreifen schaffen, sind diese 15 Meter breit! Sonst ist das eine sinnlose Übung. Außerdem beginnt jetzt der Regen und dann löscht die Natur diese vielen Feuer selbst.“ Die Brände würden meist von den Farmern gelegt, wenn diese ihr Land für die nächste Saison vorbereiten.

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