14 Februar 2020 | Politik

Dresden erinnert an Kriegszerstörung

Vor 75 Jahren starben 25000 Menschen

Dresden (dpa) - Die Stadt Dresden hat gestern am Jahrestag ihrer Zerstörung erneut ein Bekenntnis zu Frieden und Versöhnung abgelegt. Zentraler Punkt des Gedenkens ist eine Menschenkette, die Tausende Dresdner und Gäste am späten Nachmittag auf beiden Seiten der Elbe vereinen sollte. In diesem Jahr reihen sich unter anderem Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und der Herzog von Kent, Prinz Edward, ein. Mit der Kette möchten die Dresdner einerseits an die Opfer der Luftangriffe erinnern. Zum anderen wehren sich die Bürger gegen einen Missbrauch des Dresden-Gedenkens durch Rechtsextreme und andere Revisionisten.

Am 13. Februar 1945 und in den Tagen danach hatten britische und amerikanische Bomber das Zentrum der Elbestadt in Schutt und Asche gelegt. Bis zu 25000 Menschen starben. Zunächst warfen 773 britische Bomber riesige Mengen an Sprengbomben ab. Darauf folgten etwa 650000 Brandbomben, die einen Feuersturm entfachten. Die Innenstadt glich einer Wüste aus Ruinen. Am 14. und 15. Februar folgten Angriffe der US-Amerikaner. „Die bis zur Unkenntlichkeit verkohlten Toten lagen noch Tage auf der Straße oder in den Trümmern, ehe die Leichenberge zur Verhinderung von Seuchen verbrannt werden konnten“, heißt es in einer Dokumentation des Deutschen Historischen Museums.

Die Luftangriffe werden regelmäßig von Rechtsextremen instrumentalisiert, um die Kriegsschuld Deutschlands zu relativieren.

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