02 Januar 2018 | Polizei & Gericht

Drei Tage nach Tat verurteilt

Mehrere Touristen in Swakopmund beklaut - Fälle schnell aufgeklärt

In der Woche nach Heiligabend sind in Swakopmund mehrere ausländische Touristen überfallen und/oder beraubt worden. In verschiedenen Fällen hat die Polizei die mutmaßlichen Täter schnell dingfest machen können, noch vor dem Wochenende gab es zudem zwei schnelle Urteile des Gerichts.

Von NMH & Stefan Fischer, Windhoek/Swakopmund

Drei Tage nachdem er ein Tablet gestohlen und sein Opfer mit dem Messer bedroht hat, ist der 20-jährige Hawie Kahuika im Magistratsgericht Swakopmund zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Das wurde am Freitag bekannt. Wie Polizeisprecher Erastus Iikuyu erklärte, habe Kahuika am Montag

(25. Dezember) einer 32-jährigen deutschen Touristin, die auf einer Bank in der Strandstraße gesessen habe, das Tablet vom Typ Samsung Galaxy S5 gewaltsam entwendet und sie mit einem Messer bedroht. Die Polizei habe den mutmaßlichen Täter nach schnellem Eingreifen der Nachbarschaftswache Swakopmund kurz nach dem Vorfall verhaften können.

Das gestohlene Tablet sei der Eigentümerin zurückgegeben worden, die am Donnerstag im Gericht ausgesagt habe. Dort ist Kahuika laut Polizeisprecher Iikuyu für schuldig befunden und zu zwei Jahren Gefängnis ohne alternative Geldstrafe verurteilt worden.

Autoscheibe zertrümmert

Kommissar Iikuyu teilte weiterhin mit, dass ebenfalls nach Weihnachten drei Männer durch Beamte der Touristen-Schutzeinheit der Polizei festgenommen worden seien. Dem Trio sei vorgeworfen worden, südafrikanische Besucher beraubt zu haben, erklärte der Polizeisprecher und schilderte den Tathergang wie folgt: Am Mittwoch gegen 12.30 Uhr seien in der Sam-Nujoma-Avenue in Swakopmund die Scheibe des Mietwagens der Südafrikaner eingeschlagen und ein Rucksack, zwei Handtücher sowie ein Buch im Gesamtwert von 2700 Namibia-Dollar gestohlen worden. Nach der Verhaftung des Trios sei das Diebesgut wiedergefunden und den Geschädigten ausgehändigt worden, hieß es weiter.

Indes berichtete die Nachrichtenagentur Nampa, dass die drei Tatverdächtigen am Donnerstag im Gericht erschienen seien. Dort sei der Hauptverdächtige, Thomas Johannes (35), schuldig gesprochen und zu sechs Monaten Haft oder einer Geldstrafe von 3000 Namibia-Dollar verurteilt worden. Die anderen beiden Männer seien freigesprochen worden.

Geklautes iPhone geortet

Von einem weiteren Polizeierfolg berichtete Dr. Bernd Althusmann, ehemaliger Landesdirektor der Konrad-Adenauer-Stiftung in Namibia und jetzt stellvertretender Ministerpräsident des Bundeslandes Niedersachsen, am Freitag der AZ. Am Vorabend sei seiner Tochter bei einer Veranstaltung am Langstrand ein Mobiltelefon der Marke Apple iPhone gestohlen worden. Den Verlust habe man am Freitagmorgen der Polizei in Swakopmund gemeldet und dabei die Ortungsfunktion des Telefons genutzt, um dieses aufzuspüren. „Sechs Polizisten sind mit uns in die DRC-Siedlung gefahren, wo wir das Haus ausfindig gemacht haben, in dem sich das Gerät befindet“, so der CDU-Politiker. Ein junger Mann habe das Telefon beim Anblick der Polizei ausgehändigt und behauptet, dass er es zurückbringen wolle.

Der mutmaßliche Dieb sei zur Polizeiwache mitgenommen worden und habe eine Verwarnung bekommen, berichtete Althusmann weiter. „Wir haben dann auf die Erstattung einer Anzeige verzichtet“, sagte er und lobte: „Das war schon toll, wie schnell und effizient die Polizei uns geholfen hat. Sonst hört man ja auch viele andere Beispiele.“

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