07 Dezember 2017 | Meinung & Kommentare

Disziplinlose Chefetagen

Wenn in einem Unternehmen die Vertriebsabteilung gemeinsam mit der Finanzabteilung an einem neuen Verkaufskonzept arbeitet, mit dem der Finanzchef nicht übereinstimmt, dann folgt der Fertigstellung eine gründliche Betrachtung seitens der Exekutive, die danach eine Entscheidung trifft. Diese wird von beiden Abteilungsleitern akzeptiert und ausgeführt.

Genauso sollte das Kabinett das größere Bild betrachten und eine Entscheidung treffen, wenn sich zwei Ministerien über eine Strategie (und der daraus folgenden Zuständigkeit) uneinig sind. Wenn sich das Landwirtschaftsministerium (MAWF) mit dem Ministerium für Landreform (MLR) zusammengesetzt hat, um gemeinsam eine Lösung zu finden, wie knappe Mittel für die Entwicklungshilfe an Neusiedler besser angewandt werden können, liegt es auf der Hand, dass sich das MAWF besser dazu eignet, die nachhaltigen Interessen der Neufarmer zu vertreten, sobald die Arbeit des MLR abgeschlossen ist (indem es Land beschafft und an Neusiedler verteilt hat).

Wenn ein entsprechender Kabinettsbeschluss künftig sogar die Geldmittel des MLR-Budgets an das MAWF überträgt, dann ist dies ein bindender „Geschäftsentschluss“, der vom MLR mit den Füssen getreten wurde, als kein einziger MLR-Vertreter zur amtlichen Einführung der neuen Strategie am 5. Dezember erschien.

Der Staatspräsident sollte sich vielleicht an die eigene Nase fassen, bevor er sich über den Gesundheitsminister mokiert und mit Folgen droht, weil dieser sich angeblich von seinem Staatssekretär auf der Nase herumtanzen lässt. Denn die Herrschaften des MLR treiben es mit ihrer Arroganz viel schlimmer!

Von Frank Steffen

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