24 Januar 2012 | Sport

Dieterich holt in Algier Bronze

Windhoek/Algier - In Algerien reichte Natascha Dieterich der Einzug in die Vorschlussrunde für den Gewinn des Edelmetalls. "Beim Fechten erhalten die beiden unterlegenen Halbfinalisten jeweils eine Bronzemedaille", erklärte Nataschas Trainer und Vater Michael Dieterich, zugleich auch Präsident des namibischen Fechtverbandes (NFF), im AZ-Gespräch.

Insgesamt rund 80 Nachwuchsfechter aus elf Ländern waren bei dem Kontinentalturnier an den Start gegangen, darunter elf Kadettinnen. Natascha Dieterich, die sich seit fünf Jahren dem Fechtsport verschrieben hat, traf in ihrer Vorrundengruppe auf zwei Ägypterinnen und zwei Algerierinnen. Nach deutlichen Siegen gegen die Lokalmatadorinnen bekam die einzige namibische Teilnehmerin von den favorisierten Fechterinnen aus Ägypten ihre Grenzen aufgezeigt.

Doch als Gruppendritte zog Dieterich, die an der Deutschen Höheren Privatschule (DHPS) die neunte Klasse besucht, in die Runde der letzten Acht ein. Hier lieferte sich die gebürtige Windhoekerin ein spannendes Duell mit einer Fechterin aus Äquatorialguinea. Namibias Nachwuchshoffnung behielt knapp mit 15:14 die Oberhand und sicherte sich damit die Medaille.

Neben Dieterich lösten drei Ägypterinnen die Tickets für das Halbfinale. "Die sind eine Klasse für sich", bemerkte Michael Dieterich. Seine Tochter unterlag mit 10:15, ihr Fazit fiel mit der Bronzemedaille um den Hals dennoch positiv aus: "Ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung, es war eine super Erfahrung!"
Bei ihrer ersten Teilnahme an einer Junioren-Afrikameisterschaft hatte die Fechterin im Dezember 2010 in Pretoria gemeinsam mit Justin Jacobs und Jens Pinsenschaum die Bronzemedaille im Team-Wettbewerb geholt. Anfang April wird das Trio bei der WM in Moskau Namibia vertreten. Diese Ehre war bislang nur Jacobs zuteil geworden, der 2010 in Paris erste Erfahrungen auf dem WM-Parkett sammeln konnte.

Nun aber studiert der 19-Jährige an der University of Cape Town (UCT) in Südafrika. Die in Namibia bei den Frauen konkurrenzlose Natascha Dieterich verlor somit einen ihrer besten Sparringspartner. Erhalten bleibt ihr dagegen zumindest vorerst der 17 Jahre alte Jens Pinsenschaum, Elftklässler an der Welwitschia-Privatschule in Eros. Bereits Ende Februar besuchen die beiden ihren langjährigen Team-Kollegen Jacobs in seiner neuen Wahlheimat, um gemeinsam an den Cape Open teilzunehmen. Komplettiert wird die namibische Mannschaft dort voraussichtlich durch Youngster Dillan Kotze.

Für die drei WM-Teilnehmer dient der Wettbewerb am Kap als Generalprobe für das anstehende Großereignis in Russland. Natascha Dieterich wird beim Gedanken an ihre erste Weltmeisterschaft schon ganz nervös und kann es gar nicht mehr abwarten. Zumal ihr Vater für die Vorbereitung eine Trainingswoche im deutschen Fechtzentrum in Tauberbischofsheim in Aussicht stellt.

"Dafür benötigen wir allerdings Sponsoren", schränkt Dieterich ein. "Die sind aber rar gesät", weiß der 54-Jährige, "denn Fechten ist eine Randsportart." Heute um 18.30 Uhr beginnt beim Windhoeker Fechtclub (WFC) wieder der geregelte Trainingsbetrieb nach der Weihnachtspause. "Alle Interessierten, egal ob Anfänger oder Fortgeschrittene, sind herzlich willkommen", wie Dieterich betont. Für Fragen ist der NFF-Präsident unter der Mobilfunknummer: 081-3003713 zu erreichen.

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