30 November 2007 | Kommentar

Die Zukunft wird's zeigen

Bürokratische Fristen werden gesetzt und verstreichen, oftmals um neuen Fristen Platz zu machen. Insofern bedeutet die für gestern um 12 Uhr anberaumte - und verstrichene - Frist für den Neuabschluss eines Handels- und Dienstleistungsabkommens mit der Europäischen Union (EPA) nicht das Ende des Namibia-EU-Handels.

Klar ist aber, dass die immensen Zollvorteile von 95% des Regeltarifs, die etwa Exporteure von namibischem Fleisch genießen, ab 1.1.2008 wegfallen. In den betroffenen Unternehmen werden derzeit hektisch verschiedene Szenarien durchgerechnet, um bestmögliche Schadensbegrenzung zu betreiben.

Die Verhandlungen um die Wirtschaftspartnerabkommen waren und sind aus verschiedenen Gründen eine hochkomplizierte Angelegenheit, und die Verhandlungsführer von Namibia und Südafrika werden sich ihre Entscheidung, jetzt nicht zu unterschreiben, gut überlegt haben. Langfristig wird sich zeigen, wie weise sie war. Wurden die EPAs doch von Beginn an von vielen Seiten als nicht gleichberechtigt und zum einseitigen Vorteil der EU kritisiert. Der kurzfristige Preis für Namibia wird jedoch hoch sein: Neben herben finanziellen Verlusten werden Schlachthofschließungen diskutiert und der Wegfall zahlreicher Arbeitsplätze befürchtet. Aber: Noch sind einige Wochen Zeit und möglicherweise finden die Parteien noch zusammen.

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