27 August 2015 | Tourismus

Die meisten Besucher aus Angola

Von Dirk Heinrich, Windhoek „ Wir haben noch ein gewaltiges Potenzial und können unseren Tourismussektor auszubauen. Dieser Wirtschaftszweig wächst weiterhin. Jeder zwölfte Tourist schafft einen Arbeitsplatz für einen Namibier! Wir müssen uns zusammensetzen, neue Möglichkeiten erörtern, aber auch Hindernisse im Fremdenverkehr aus dem Weg räumen“, sagte der Minister für Umwelt und Tourismus, Pohamba Shifeta, am vergangenen Dienstag, als er die Statistik des Jahres 2014 vorstellte. Knapp über 1,4 Millionen Besucher reisten im vergangenen Jahr nach Namibia. An erster Stelle stehen Besucher aus Angola (470 747), die als Einkaufstouristen anzusehen sind, aber die auch andere wichtige Dienste in Namibia, wie z.B. medizinische, hierzulande in Anspruch nehmen. „Die Besucher aus Angola sind nicht typische Touristen, die nur Lodges besuchen, aber sie lassen oft mehr Geld hier im Lande als Gäste, die hier nur ihren Urlaub verbringen“, meinte Shifeta auf Nachfrage. An zweiter Stelle stehen Südafrikaner (312 153), die hauptsächlich mit eigenen Fahrzeugen nach Namibia kommen, an dritter Stelle Besucher aus Sambia (125 889), und auf Platz 4 Deutsche Staatsbürger (86 120), gefolgt von Simbabwern (61 187), Botswanern (36 274), Briten (25 627), US-Amerikanern (21 425) und Franzosen (19 577). Die Zahlen wurden anhand der Ein- und Ausreiseformulare des Innenministeriums errechnet. Die meisten Touristen besuchten Namibia zwischen Mai bis September. „Wir wollten im Jahre 2010 bereits die 1-Million-Marke erreicht haben, aber damals machte uns die Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika einen Strich durch die Rechnung. Damit die Touristenzahlen weiter steigen, müssen wir dafür sorgen, dass unser Preisleistungsverhältnis stimmt“, forderte der Minister. 27 Prozent der Beschäftigten in Namibia sind auf irgendeine Weise mit dem Tourismus verbunden. „Die Luftfahrt und der Fremdenverkehr sind aufeinander angewiesen und nicht zu trennen. Die Fluggesellschaft nennen ihre Kunden Passagiere, wir nennen sie Touristen. Allein beim Hosea-Kutako-Flughafen kamen im vergangenen Jahr 24 Prozent aller Besucher an“, betonte Minister Shifeta. „Die Luftfahrt kann nicht ohne den Tourismus wachsen und vice versa. Wir sind der Meinung, dass es höchste Zeit ist, dass afrikanische Luftfahrtgesellschaften zusammenarbeiten, sich gegenseitig ergänzen und den großen Fluggesellschaften Konkurrenz machen“, forderte Shifeta. Er wies auf ein altes afrikanisches Sprichwort hin: Wenn du weit gehen willst, gehe allein. Wenn du noch weiter gehen möchtest, gehe mit anderen. „Noch in diesem Jahr müssen sich alle Interessenten in der Tourismusindustrie zusammensetzen, um neue Wege zu erarbeiten, mögliche Hindernisse anzusprechen und neue Ideen zu entwickeln, um den Tourismus voranzutreiben. Wir werden alles tun, damit der Privatsektor gewinnbringend fungieren kann. Wir werden Steuern erheben, um Straßen und Krankenhäuser zu bauen und die Gehälter der Staatsdiener zu zahlen. Wir werden weiterhin auf die Ansichten aus dem öffentlichen und Privatsektor achten“, sagte der Minister für Umwelt und Tourismus. Nur eine Partnerschaft zwischen Staat und Privatsektor kann Tourismus und alle Teilhabenden voranbringen.

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