15 Mai 2017 | Lokales

Die Kirche im Dorf lassen

Wenn Herero und Nama seit Jahren Ansprüche stellen, kann man darüber denken wie man will und auch Toleranz walten lassen. In den vergangenen zwölf Monaten haben sich allerdings andauernd neue minderbemittelte Nachfahren etabliert und meint jetzt wohl jeder, seinen Anspruch antragen zu müssen. Wenn es Stimmen gab, laut denen Herero und Nama selbst in den Unterhandlungsprozess mit eingebunden werden sollten, sollte bedacht werden, dass der namibische Sonderbeauftragte vom verstorbenen Herero-Chef als Unterhändler gutgeheißen worden war. Bei der Ansammlung von rechtmäßigen und missbrauchten Ansprüchen sowie der Art, Verteilung und Anwendung irgendeiner Wiedergutmachung, sollten sich die zuständigen Regierungen einschalten.

Die Evangelische Kirche Deutschlands hat sich jetzt aus den von ihr genannten Gründen bei den Nachfahren namibischer Bevölkerungsgruppen entschuldigt und das bleibt ihr Recht. Auch wenn sie nun damit rechnen muss, dass sich der “geschäftstüchtigere“ Teil der angesprochenen Bevölkerung ihnen demnächst eine Lawine an Wiedergutmachungsansprüchen beschert.

Allerdings: Irgendein Namibier, welcher sich während der 12. Vollversammlung des LWBs, der das 500-jährige Reformationsjubiläum in Namibia feiert, schon wieder hinstellt und Entschuldigungen (und womöglich finanzielle Wiedergutmachung) verlangt, zeigt deutlich seinen wahren Charakter: Es geht nur um das liebe Geld! Denn der LWB besteht erst seit 1947 und haben bspw. Peruaner, Japaner, Ägypter oder Amerikaner - die alle Teil dieses Bundes ausmachen - absolut nichts mit der Kolonialgeschichte Namibias am Hut. Höchste Zeit die Kirche endlich im Dorf zu lassen.

Von Frank Steffen

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