16 Januar 2019 | Meinung & Kommentare

Der Schlüssel: Zusammenhalt

Eine Kriminalitätswelle hat in der vergangenen Woche Omaruru überrumpelt. Gleich vier Raubüberfälle hat es binnen fünf Tagen gegeben. Für die Ortschaft, die auch als Künstlerort Namibias bekannt ist, ist dies ein bedauerlicher Start ins neue Jahr. Ähnlich hat das Jahr auch in Swakopmund begonnen. Dort wurden in unterschiedlichen Fällen Bewohner, Urlauber und Touristen überfallen. Bei den Vorfällen in Swakopmund hat sich um dreiste Gelegenheitstäter gehandelt, die sogar am helllichten Tag zugeschlagen haben.

Nach dieser besonders hohen Anzahl Fälle kommt die Frage der Sicherheit erneut auf. Wie kann man sich besser absichern und was soll man tun? Helfen Elektrozäune, Alarmanlagen oder Lichtschranken und Sicherheitsaugen? Nicht immer. Sollte man grundsätzlich beim Spaziergang ein Pfefferspray dabeihaben? Na klar. Dabei bleibt die Frage, ob man sich im Notfall an das Spray erinnert und selbst wenn, ob es dann nicht irgendwo unerreichbar in der Handtasche liegt?

Tatsache ist, dass viele frühere, kleine Idyllen wie Omaruru oder Swakopmund nicht mehr so sind wie „damals“. Das ist natürlich nicht nur ein namibisches Problem. Im Nachbarland Südafrika ist es schon lange nicht mehr „sicher“, sich in bestimmte Gebiete zu begeben, die noch vor zehn Jahren sogar eine Attraktion waren. Auch in manchen Gegenden in Deutschland ist dies inzwischen (leider) der Fall. Das liegt wohl unter anderem an den Sozialproblemen, mit denen die Städte zu kämpfen haben. Sei es die Verstädterung, die hohe Arbeitslosenrate oder steigende Anzahl Obdachloser. Dazu kämpfen hierzulande beide, der Privatsektor sowie die Regierung, mit finanziellen Engpässen.

Die steigende Kriminalität ist zweifelsohne ein Grund zu großer Sorge und kann schwere Folgen haben - vor allem für den Tourismus, der momentan die Wirtschaft über Wasser hält. Dabei ist die Polizei leider mit der aktuellen Situation überfordert - und in einigen Fällen auch nicht besonders motiviert.

Darum gehören aktive Nachbarschaftswachen, Gemeinschaftsinitiativen und Zusammenhalt zur Tagesordnung.

Erwin Leuschner

Gleiche Nachricht

 

Selbstgefälligkeit statt Rechenschaft

vor 23 stunden | Meinung & Kommentare

Statt ihre Verantwortung wahrzunehmen, haben einige Parlamentarier ganz offensichtlich kein Interesse an den Debatten in der Nationalversammlung – und geben das auch offen zu: „Was...

Jeder ein eigenes Süppchen

vor 1 tag - 15 April 2019 | Meinung & Kommentare

Vor der Unabhängigkeit hatten sich viele Namibier im Exil an Sammelstellen in Afrika, Europa und Asien sowie der UN zusammengefunden. Der Unabhängigkeitstraum schweißte sie zusammen,...

Korruption und Tribalismus

vor 4 tagen - 12 April 2019 | Meinung & Kommentare

Die Ausdrücke Korruption und Tribalismus werden oft in mahnendem Ton von Politikern benutzt. Demnach bekämpft Namibia ernsthaft die Korruption und kritisieren eben diese Politiker an...

Keine Meinung ist eine Meinung

vor 5 tagen - 11 April 2019 | Meinung & Kommentare

Ein Sprachrohr für deutschsprachige Namibier: das Thema kann sehr schnell in eine hitzige Debatte ausarten. Schließlich gibt es ungefähr so viele unterschiedliche Meinungen dazu, wie...

Gebrauch wird zur Norm

1 woche her - 09 April 2019 | Meinung & Kommentare

Die Medien spürten früh im „Jahr der Abrechnung“ was es heißt sich angeblich zu verhören, als der namibische Präsident sich scheinbar doch nicht so ausgedrückt...

Rezept hat sich bewährt

1 woche her - 08 April 2019 | Meinung & Kommentare

Gleich mehrfach hat die Hafenbehörde Namport in den vergangenen Tagen Schlagzeile gemacht. Der gigantische Hafenausbau und neue Containerterminal basiert auf Wunschdenken, hat ein Ökonom in...

Spieglein, Spieglein an der Wand

1 woche her - 04 April 2019 | Meinung & Kommentare

Keiner sieht sich gern der Kritik ausgesetzt. Das geht nicht nur namibischen Politikern und Würdenträgern so, sondern allen Menschen, die im öffentlichen Leben stehen. Dazu...

PSEMAS macht uns alle krank

vor 2 wochen - 03 April 2019 | Meinung & Kommentare

Der namibische Finanzminister Calle Schlettwein versucht erneut die staatliche Krankenkasse PSEMAS in Ordnung zu bringen. Genau wie vor drei Jahren kommen er und seine Kollegen...

Im eigenen Saft schmoren

vor 2 wochen - 02 April 2019 | Meinung & Kommentare

Dass Namibier deutscher Abstammung sich in ihrer Denkart an Vorgaben halten sollten, die von Politikern, Kirchenfürsten sowie Historikern in und aus Deutschland für korrekt und...

Wenn die Bäume erst weg sind

vor 2 wochen - 29 März 2019 | Meinung & Kommentare

Vor etwa zwei Wochen erwog ein Minister sich in Begleitung einer NMH-Berichterstatterin „selbst ein Bild der Situation im Nordosten“ zu machen. Doch schwand das Interesse...