23 Dezember 2009 | Kommentar

Der Natur ausgeliefert

Wasser, Feuer und Wind zeigen uns Menschen immer wieder, dass wir der Natur ausgeliefert sind. Wir können sie nicht eindämmen oder besiegen, sondern nur versuchen auf eventuelle Katastrophen vorbereitet zu sein. Trotz dieses Wissens haben wir nicht gelernt alles zu versuchen, damit die Natur nicht noch mehr aus dem Ruder gerät. Das letzte Beispiel ist der Klimagipfel. Kaum sind die vielen Delegierten zu Hause, da zeigt uns Mutter Natur kurz einmal, dass wir Menschen uns nach ihr zu richten haben, indem Schnee und Eis zahlreiche Flughäfen lahmlegte. Hier zu Hause müssen wir mit ansehen, wie unser wichtigstes Touristenziel, der Etoscha-Nationalpark langsam aber sicher Flammen zum Opfer fällt. Immer wieder brannte es in dem Park seit August dieses Jahres. Einige Feuer waren von Menschen verursacht, aber die meisten scheinen durch Blitzschlag entstanden zu sein. Nun entsteht die Frage wie gut unsere Naturschutzbehörde auf die immer wiederkehrenden Veldfeuer vorbereitet war. Waren die Brandstreifen in dem Park in einem ordentlichen Zustand? War ausreichende Ausrüstung zum Feuerlöschen vorhanden und waren die Beamten ausgebildet worden, um diese Ausrüstung effektiv einsetzen zu können? Waren erfahrene Naturschutzbeamte vor Ort, um die Brandbekämpfung zu koordinieren und das Legen von Gegenbränden zu beaufsichtigen?
Gegen die Naturgewalten sind wir machtlos. Blitze können wir nicht verhindern, natürliche Feuer auch nicht, aber wir können versuchen zu verhindern, dass die gesamte Weide des Parks abbrennt. Dass Brandstreifen nicht immer ein Überspringen der Flammen in den nächsten Block verhindern können, ist jedem klar, aber die oben gestellten Fragen sind berechtigt, wenn bekannt wird, dass 70 Prozent der Weide des bekanntesten Parks in verbrannte Erde verwandelt wurde.
Jetzt stehen wir vor dem nächsten Problem, denn die Natur kann gnadenlos sein und wir können so gut wie nichts unternehmen, wenn die derzeitige Regensaison nicht die Erwartungen erfüllt. Was dann? Wir können nicht für die zahlreichen Elefanten, Nashörner, Antilopen, Giraffen, Zebras und Warzenschweine in andere Gebiete bringen oder auf unbestimmte Zeit füttern. Wir müssen sorgsamer mit der Natur umgehen, finanzielle Mittel für den Naturschutz bereitstellen und nicht nur versuchen einen Haufen Kohle aus den Parks zu machen!

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