22 Januar 2019 | Tourismus

Der Kampf ist noch nicht zu Ende

Nichtheimische Kakteenarten breiten sich in Namibia immer weiter aus

In Namibia gibt es mindestens 20 verschiedene Arten von invasiven Kakteen. Die ursprünglich aus Süd- und Mittelamerika stammenden Pflanzen, wurden meist als Ziergartenpflanzen nach Namibia gebracht. Von den Gärten säten sie sich in die unmittelbare Umgebung aus. Dabei verdrängen sie immer mehr die einheimischen Arten.

Das wilde Wuchern von invasiven Kakteen wirkt sich längerfristig nicht nur negativ auf die namibische Flora, sondern auch auf die Fauna aus. Wenn nichts dagegen unternommen wird, könnten weite Teile des produktiven Ackerlandes unbrauchbar werden. Wie es in einer Pressemitteilung der namibischen Umweltkammer (NCE) heißt, wurden in Australien auf diese Weise etwa 23 Millionen Hektar Weideland zerstört, durch eine Kaktusart, die sich derzeit in Namibia rasant ausbreitet. Aus diesem Grund hat die Bekämpfung von invasiven fremden Kakteen dringende Priorität für Namibia.

Es gibt drei Kaktusarten in Windhoek, der näheren und weiteren Umgebung, die zu kontrollieren sind: der zylindrische Feigenkaktus (lat.: Cylindropuntia imbricata, engl: imbricated cactus), Feigenkaktus (lat.: Opunitia stricta, engl.: Pest pear cactus) und der Schlangenkatus (lat.: Harrisia pomanensis, engl.: snake- oder midnight lady cactus). Diese Kaktusarten haben bereits große Gebiete um Windhoek herum befallen und breiten sich immer weiter aus. Einige davon sind bereits landesweit weitverbreitet und geraten damit außer Kontrolle.

Mit unterschiedlichen Methoden wird gegen die verschiedenen Eindringlingen vorgegangen. Bisher wurden in manchen Stadtteilen Windhoeks die invasiven Kakteen manuell entfernt. Dies ist zwar eine effektive Möglichkeit, doch lässt sich damit das Problem nur für relativ kleine Flächen lösen.

Man kann sie auch mit biologischen Mitteln bekämpfen. Eines dieser Kontrollmittel sind die Cochenille-Schildläuse, die als weiße wachsartige Flecken auf den Kaktusblättern erscheinen sowie spezielle Käfer, die sich in den Kaktus bohren und in den Pflanzen dann Klumpen bilden und sie somit angeblich an der Vermehrung hindert. Laut der Umweltkammer gehen diese Insekten nicht auf andere Pflanzen über.

„Doch nicht alle invasiven Kakteenarten können mit diesen biologischen Mitteln kontrolliert werden. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, dass die manuelle Kontrolle für diese Arten fortgesetzt und erweitert wird“, erklärt der NCE-Geschäftsführer Dr. Chris Brown, in der Mitteilung. Und weiter: „Die Namibische Umweltkammer hat in der Vergangenheit die manuelle Kontrolle von Kaktusarten in und um Windhoek unterstützt, und wird dies auch in Zukunft machen“. Trotzdem sei jede helfende Hand von großer Bedeutung.

Bereits seit Jahren betreibt die Windhoekerin Gunhild Voigts mit der „Cactus clean up-Kampagne Aufklärungsarbeit über die Gefahr, die die invasiven Kakteen mit sich bringt und organisiert unermüdlich Einsätze, bei denen es den unwillkommenen Gewächsen an den Kragen geht. Wer diese Kampagne unterstützen möchte, kann eine Spende auf folgendes Konto überweisen: „Cactus clean up“, Bank Windhoek, Kudu Branch 482172, Account 8005224758.

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