19 Oktober 2021 | Lokales

Denker wehrt sich gegen Anschuldigungen

Streit um Kleinminer: Tscharntkes Aussagen sind falsch

Nach der Auseinandersetzung um Kleinminer auf den benachbarten Farmen des Sohnes von Kai-Uwe Denker und Christoph Tscharntke hat ersterer auf Tscharntkes Anschuldigungen reagiert und sie als haltlos bezeichnet. Vielmehr sei Tscharntke derjenige, der kriminelle Aktivitäten befördere.

Von Katharina Moser, Windhoek

Im Streit mit dem Farmer und Rechtsanwalt Christoph Tscharntke hat sich Kai-Uwe Denker in einem Leserbrief an die AZ gewandt und dessen Aussagen als Rufmord bezeichnet. In einem öffentlichen Brief unter anderem an das Ministerium für Bergbau und Energie hatte dieser Denker beschuldigt, Kleinminer, die auf „Denkers Farm Ameib“ nach Mineralien schürfen, zu illegalen Aktivitäten auf Tscharntkes Nachbarfarm Davib Ost zu ermutigen.

Ganz im Gegenteil zu dieser Darstellung stellt Denker in seinem Leserbrief (der am kommenden Donnerstag als Teil der Leserpost in der AZ abgedruckt wird) klar, dass Tscharntke selbst den Kleinminern Zutritt zu dessen Farm erlaubt habe, „wohlwissend, dass diese .... seine Farm als Sprungbrett für illegale Aktivitäten auf anderen Farmen nutzen“. Die Farm Ameib gehöre auch gar nicht ihm, Kai-Uwe Denker, sondern seinem Sohn Hagen. Die Miner nutzten die geographischen Begebenheiten rund um die Farmgrenzen zur Wilderei aus und während er, Denker, versuche, diese in Schach zu halten, seien die „ungeordneten Verhältnisse“ auf Davib Ost ideal für kriminelle Machenschaften.

In seinem Leserbrief stellt Denker auch eine Übersicht der bisherigen Wildereifälle auf den Farmen vor, für die er die Untätigkeit Tscharntkes verantwortlich macht und die vor allem von dem Berg Rondekop an der Grenze ausgingen, zu der nur Tscharntke Zugang habe. „Herr Tscharntke hat diese Situation herbeigeführt, und nun, da seine Mauscheleien mit den Small-Miners und sein Bluff ins Gegenteil umschlägt, versucht er wieder einmal, das Problem auf die alteingesessenen ‚weißen Farmer‘ abzuschieben. Der Zutritt zum Rondekop könnte von Herrn Tscharntke problemlos unterbunden werden“, so Denker.

Ferner hat Denker an Tscharntke und das Bergbauministerium sowie die zuständigen Polizeistellen mit einem offenen Brief reagiert. Er habe, anders als Tscharntke angibt, keineswegs Kleinminern Genehmigungen erteilt auf seiner Farm zu schürfen. Die Situation sei vielmehr genau andersherum. Davib Ost wiederum sei ein „sicherer Hafen“ für Wilderei und Schmuggel von unter anderem Papageien. Es gebe eine Liste bei der Farm Davib Ost, auf der 35 Kleinminer als Zutrittsberechtigte eingetragen seien.

Während es von der Farm Ameib fast unmöglich sei, den Gipfel des Rondekops von Osten zu erreichen, sei es von der Farm Davib Ost im Westen durchaus möglich, illegale Aktivitäten zu unterbinden. Denker habe zahlreiche Versuche unternommen, die Wilderei zu unterbinden, was auch bei der Polizei und dem Umweltministerium dokumentiert sei. Allerdings würden sich die mit Ferngläsern ausgestatteten Wilderer, sobald man sich von Ameib aus zum mühevollen Aufstieg auf den Rondekop aufmache, sofort auf Davib Ost zurückziehen.

„Seit vielen Jahren erlauben Sie Kleinminern den Zugang zu Ihrem Land, in dem Wissen, dass sie Ihr Grundstück nutzen, um illegal andere Farmen zu betreten“, so Denker an Tscharntke. „Außerdem erzählen mir die Kleinminer, dass Sie sie manchmal für die Suche nach Rindern anstellen. Also sind sie nicht ‚meine Kleinminer‘, wie Sie sagten, sondern Ihre. Bitte sorgen Sie dafür, dass die Kleinminer, denen Sie Zugang gewähren, keine illegalen Aktivitäten auf Nachbarfarmen betreiben.“ Kai-Uwe Denker hatte der AZ unlängst einseitige Berichterstattung vorgeworfen.

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