25 August 2015 | Lokales

Den Menschenhandel stoppen

Von Erwin Leuschner, Swakopmund Der Menschenhandel im südlichen Afrika ist wesentlich weiter verbreitet, als viele Menschen glauben. Das sagte Samantha Munodawafa, regionale Rechtsberaterin im Büro der Vereinten Nationalen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) gestern in Swakopmund. „Wir müssen unseren Einsatz auf die eigene Region vertiefen“, sagte sie. Mehr als 30 Repräsentanten verschiedener Ministerien und anderen Instanzen aus dem südlichen Afrika tagen seit gestern in Swakopmund, wo sie sich über Erfahrungen zum Thema Menschenhandel austauschen. Der Workshop wurde von Premierministerin Saara Kuugongelwa-Amadhila offiziell eröffnet und dauert bis diesen Donnerstag an. Zu den Gastrednern gehörte Munodawafa, die das Thema „Menschenhandel“ als „sehr komplex“ beschrieb. „Alle Länder in der Welt sind vom Menschenhandel betroffen, entweder direkt oder indirekt“, sagte sie und ergänzte, dass der Menschenhandel im südlichen Afrika sehr weit verbreitet sei. Es sei aber nicht immer möglich, einen Fall des Menschenhandels zu bemerken. „Wir hoffen, dass es Ermittlern nach diesem Workshop einfacher fallen wird, Fälle des Menschenhandels aufzudecken und aufzuklären“, sagte sie. Eine ähnliche Ansicht teilte Generalstaatsanwalt Sakeus Shanghala. „Kriminelle sind der Justiz in Sachen Rechtsfragen stets einen Schritt voraus. Aber wenn wir nicht alle zusammen arbeiten und den Menschenhandel bekämpfen, dann sind diese Kriminelle uns Lichtjahre voraus“, sagte er. Er forderte daher einen gemeinsamen, koordinierten Einsatz. Laut Premierministerin Kuugongelwa-Amadhila gibt es in Namibia einen Gesetzentwurf zur Bekämpfung des Menschenhandels. „Die traurige Realität liegt darin, dass die am meisten gefährdeten Menschen unter uns von dieser Art von Verbrechen betroffen sind“, sagte sie. Demnach würden der Großteil der Opfer aus Frauen und Kinder bestehen, die für sexuelle Zwecke oder Zwangsarbeit missbraucht würden. Kuugongelwa-Amadhila forderte die Teilnehmer auf, die bestehende Gesetzgebung zu prüfen und eventuelle Schlupflöcher für Kriminelle zu identifizieren.

Gleiche Nachricht

 

NamPort beschafft den Spürhunden ein neues Dach über dem...

vor 10 stunden | Lokales

Die Hafenbehörde NamPort hat vor kurzem alle Hundekäfige bei der Polizeistation auf dem Walvis Bayer Hafengelände renoviert – dort werden alle Spürhunde untergebracht. Dies hat...

Swakopmunder Hauptfeuerwehrmann Adri Goosen verstorben

vor 1 tag - 16 Juni 2021 | Lokales

Swakopmund (er) - Der Chef des Swakopmunder Feuerwehr- und Rettungsdienstes, Adri Goosen, ist am Montagnachmittag im Alter von 56 Jahren an einem Herzinfarkt verstorben. Goosen...

Vom Interview bis hin zum Audioschnitt

vor 1 tag - 16 Juni 2021 | Lokales

Die PASCH-Schulen in Namibia haben vor kurzem das Projekt LaboRadio abgeschlossen, das Schülern, die Deutsch als Fremdsprache belegen, an das Radio und den Umgang mit...

Von Gewaltdrohungen absehen

vor 2 tagen - 15 Juni 2021 | Lokales

Windhoek (cr) - Der Vorstand des Forums deutschsprachiger Namibier begrüßt laut ihrer gestrig veröffentlichten Pressemitteilung das Ergebnis der Genozidverhandlungen zwischen Namibia und Deutschland. „Wir fühlen...

Trainingszentrum für Swakop

vor 2 tagen - 15 Juni 2021 | Lokales

Von Erwin Leuschner, Swakopmund Swakopmund könnte bald nicht nur in Namibia, sondern im gesamten südlichen Afrika eine Hochburg sein, wo Krankenschwestern ausgebildet werden. Die Entwicklung...

NBC-Panne: Jobs sind gesichert

vor 2 tagen - 15 Juni 2021 | Lokales

Swakopmund/Windhoek (er) - Die beiden Nachrichtensprecherinnen des Fernsehunternehmens NBC, Jessica Kaimu und Elmarie Kapunda, die wegen einer Panne während einer Livesendung inzwischen international Schlagzeile machen,...

Schulessen für Kinder in der Kunene-Region

vor 2 tagen - 15 Juni 2021 | Lokales

Die World Food Bank (WFP) der Vereinten Nationen hat in Zusammenarbeit mit dem namibischen Bildungsministerium ein Nahrungsmittelprogramm für Schüler in der Kunene-Region gestartet. Das 1,7...

AgriBusDev wird aufgelöst

vor 3 tagen - 14 Juni 2021 | Lokales

Swakopmund/Windhoek (er) - Das Staatsunternehmen AgriBusDev (Agricultural Business Development Agency), das landesweit sogenannte Green Schemes betreibt, wird aufgelöst. Das teilte die amtierende Geschäftsführerin Berfine Antindi...

Kandjeke offenbart Namibias Sondermüll-Dilemma

vor 3 tagen - 14 Juni 2021 | Lokales

Windhoek (Nampa/cr) - In Namibia gibt es keine Gesetze und Vorschriften, die die Arbeit der lokalen Behörden und den Erzeugern von Sondermüll regeln, was dazu...

Schulung zur GBV-Prävention

vor 6 tagen - 11 Juni 2021 | Lokales

Windhoek (Nampa/sb) - Das Ministerium für Geschlechtergleichstellung, Armutsbekämpfung und soziale Wohlfahrt bietet seit Mittwoch eine dreitägige Schulung im Bereich der Prävention von geschlechtsspezifischer Gewalt (GBV)...