13 März 2017 | Meinung & Kommentare

Dem Verhalten vorgreifen

Im vergangenen Jahr musste der staatliche MVA-Verkehrsunfallfonds allein weit über 200 Millionen N$ an Krankenhaus- und Arztkosten zahlen – dazu kommen enormen soziale Kosten, die auf der Gesellschaft lasten. Diese Rechnung zeigt den dringenden Handlungsbedarf. Denn solange wir hoffen, dass sich das Verkehrsverhalten der Namibier langfristig bessert, müssen Behörden schon mittelfristig für mehr Sicherheit sorgen.

Angefangen bei der Verkehrskontrolle: Ein konsequenteres Vorgehen der Behörden kann eine große Veränderung bewirken. Leider sind viele Ordnungshüter nicht nur völlig unmotiviert; viele Polizisten sind sich ganz offensichtlich des Umfangs ihrer Verantwortung gar nicht wirklich bewusst – dem Verständnis für Recht und Ordnung fehlt es an nötiger Tiefe. Warum sonst überqueren Beamte selbst unerlaubt Straßen, halten Taxis im Halteverbot an, oder plaudern hinter dem Steuer gemütlich auf dem Handy – Beispiele gibt es jeden Tag neue.

Gleichzeitig fehlt es vielerorts auch an sicherheitsdienlicher Infrastruktur. Das hat auch eine Untersuchung des MVA gezeigt, die von versperrten Bürgersteinen, fehlenden Übergängen sowie vernachlässigten und fehlplatzierten Straßenmarkierungen berichtet. Jedes Jahr registriert der MVA mindestens 1000 Unfälle mit Fußgängern.

Aufklärung und Bildung sind unvermeidbare, aber langwierige Interventionsbereiche. Daher ist es umso wichtiger, kurzfristige und zugängliche Maßnahmen umzusetzen, die dem korrekten Verhalten als Grundlage dienen können. Beispielsweise müssen Polizisten ein Vorbild sein und auch kleine Zuwiderhandlungen ahnden bzw. nicht tolerieren oder sogar ignorieren.

Clemens von Alten

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