31 August 2017 | Natur & Umwelt

Dem Klimawandel trotzen

Zwei Projekte stärken Landwirtschaft im Norden

Namibia ist eines der verletzbarsten Länder im Hinblick auf die Hausforderungen durch den Klimawandel. Mit dieser Aussage stellte der Umweltminister zwei Projekte für nachhaltiges Umweltmanagement und Nahrungsmittelsicherheit vor, von denen rund 100000 Menschen im Norden profitieren sollen.

Von Nina Cerezo, Windhoek

Weltweit sorgt der Klimawandel für Unsicherheit und Unbehagen. In Namibia beeinflusse er die zwei wesentlichen Wirtschaftszweige Landwirtschaft und Fischereisektor und berge damit extreme Gefahren, erläuterte gestern der Minister für Umwelt und Tourismus, Pohamba Shifeta, bei der Vorstellung zweier Umweltmanagement-Projekte in Windhoek. Diese werden vom Umwelt­investitionsfonds mit jeweils 150 Millionen Namibia-Dollar in einem Zeitraum von

fünf Jahren in den Regionen Sambesi, Kavango-Ost und Kavango-West umgesetzt und haben zum Ziel, die dortige Landwirtschaft nachhaltiger zu gestalten und dadurch Nahrungsmittelsicherheit zu ermöglichen.

Das erste Projekt mit dem Titel CRAVE (Climate Resilient Agriculture in three of the vulnerable extreme northern crop-growping regions) soll Getreide- und Gemüsefarmern und ihren Kommunen zugutekommen, deren Ernte stark von der Dürre beeinflusst werde. Diesen in „starker Armut“ lebenden Menschen sollen für ihre Farmtätigkeiten zum einen erneuerbare Energiequellen, sowie zum anderen moderne Techniken wie Tröpfchenbewässerungssysteme oder solarbetriebene Wasserpumpen bereitgestellt werden. Hierfür sei auch die Gründung eines Landwirtschaftszentrums (Mashare Climate Resilient Agriculture Centre of Excellence, MCRACE) vorgesehen sowie entsprechende Trainingsprogramme für die Landwirte. Rund 21000 Menschen sollen gemäß der Projektbeschreibung von CRAVE profitieren und die Nahrungsmittelunsicherheit langfristig mindern.

„Das zweite Projekt mit den Namen Empower to Adapt (die Anpassungsfähigkeit fördern) soll die Klimaanfälligkeit reduzieren und die Widerstandsfähigkeit der lokalen Farmer ausbauen“, erläutert Shifeta und fügt hinzu, dass die Gemeinschaften auf diese Weise vor klimabedingten Risiken wie Dürre oder Überflutungen geschützt werden sollen. Acht Nichtregierungsorganisationen sowie die Universität von Namibia (UNAM) seien an diesem Projekt beteiligt, bei dem die lokale Bevölkerung einen nachhaltigen Umgang mit den natürlichen Ressourcen ihres Landes erlernen soll. „76500 Menschen sollen von diesem Vorhaben profitieren und am Ende der Laufzeit deutlich widerstandsfähiger gegen Umwelteinflüsse sein“, heißt es abschließend in der Beschreibung.

Shifeta nutzte außerdem den Anlass, um dem Umweltinvestitionsfonds zu seiner Akkreditierung als Mitglied des Green Climate Fund zu gratulieren. Darüber hinaus würden bereits weitere Projekte mit Investitionen in Höhe von 750 Millionen Namibia-Dollar geplant werden, die im kommenden Jahr vorgestellt werden sollen. Darüber hi­naus erinnert der Minister auch noch einmal an das im Pariser Klimaabkommen, das Namibia „mit als erstes Land“ im September 2016 ratifiziert habe (AZ berichtete). Hiesige Ziele seien dabei unter anderem die Einführung von erneuerbaren Energien, sodass im Jahr 2030 70 Prozent hierdurch produziert werde sowie die Eindämmung der Abholzung um 75 Prozent.

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