11 Februar 2021 | Soziales

David überwältigt Goliath

Bergbauministerium muss sechs Minen die Genehmigungen entziehen

In einem Kampf um den Erhalt namibischen Kulturerbes, haben sich Kommunalaktivisten und ein namibischer Farmer vorübergehend gegen Bergbauunternehmen durchsetzen können. Unbedenklichkeitsbescheinigungen waren ausgestellt worden, obwohl die Umweltverträglichkeitsstudien nicht die gesetzlich vorgeschriebene Kulturerbe-Komponente beachtet hatte.

Von J-M. Smith & F. Steffen, Otjohorongo/Windhoek

Umweltaktivisten aus dem Kommunalgebiet bei Otjohorongo haben gemeinsam mit einem namibischen Farmer einen hart umkämpften Sieg gegen Bergbauunternehmen in der Erongo-Region errungen. Die namibischen Behörden haben einige Genehmigungen für den Abbau von Granit und Marmor zurückgenommen, nachdem diese Bergbauaktivitäten unbezahlbare, prähistorische Felsmalereien bereits beschädigt und gefährdet hatten.

Infolge einer Untersuchung der eingegangenen Beschwerden im Vorjahr, hatten die Behörden im November den Entschluss gefasst, die relevanten Bergbaugenehmigungen und -Lizenzen für sechs Minen in den Granithügeln von Otjohorongo sowie der Farm Groß-Okandjou außer Kraft zu setzen. Ein Brief an die Lokalbevölkerung in diesem Monat bestätigt, dass „alle Umwelt-Unbedenklichkeitsbescheinigungen (ECCs) und Bergbaulizenzen in diesen Gebieten zurückgezogen wurden“.

Studien hatten ergeben, dass die beiden Gebiete 30 bedeutende archäologische Standorte mit über 530 Felsmalereien enthalten, von denen viele laut Archäologen zwischen 5000 und 30000 Jahre zurückreichen. Diese Orte sind somit von nationaler, regionaler und globaler, archäologischer Bedeutung.

Keine der ECCs hatte auf entsprechenden Umweltverträglichkeitsstudien beruht, die auch der gesetzlich vorgeschriebenen Kulturerbe-Komponente im Rahmen des Umwelt-Managementgesetzes sowie dem namibischen Heritage Act (Gesetz für Denkmäler und Erbe), nachgekommen waren.

In dem Brief wird die Kommunalbevölkerung nun aufgefordert, sich am kommenden Samstag mit dem Nationalrat für Kulturerbe und Vertretern des Ministeriums für Bergbau und Energie (MME) in Otjohorongo zu treffen. Künftige Explorations- und Bergbauaktivitäten und weitere Maßnahmen zum Schutz der beiden Kulturerbe-Stätten sollen erläutert werden.

Die Lokalbevölkerung begegnet diesem Schritt mit Skepsis. Die Schlacht sei noch nicht gewonnen, meinte ein Kommunalvertreter. Er sei darüber enttäuscht, dass es so lange gedauert habe, bevor den sechs Hauptschuldigen, die „bereits so viel Erbe zerstört“ hätten, erst jetzt Einhalt geboten wurde.

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