15 Juni 2021 | Sport

Das sind die Konkurrenten Deutschlands

Hammergruppe F: Die DFB-Gruppengegner im Kurzporträt

24 Teams, ein Ziel. Am 11. Juni beginnt in Rom die Fußball-Europameisterschaft. Zum Favoriten eigenen sich gleich mehrere Nationen. Und wer wird das Überraschungsteam? Der große Traum erfüllt sich am 11. Juli im Londoner Wembley-Stadion.

Von den dpa-Korrespondenten

Berlin

Die Reise der EM-Teilnehmer begann am 2. Dezember 2018 mit der Auslosung der Qualifikation in Dublin. Von 55 Mitgliedern der Europäischen Fußball-Union qualifizierten sich 24 - gespielt wird vom 11. Juni bis zum 11. Juli. Wer schafft es ins Finale von London? Die EM-Teilnehmer im Kurzporträt.

FRANKREICH; DAS TEAM: Der Weltmeister hat ein echtes Star-Ensemble beisammen, das sowohl in der Spitze als auch in der Breite Weltklasse verkörpert. Ob bei Real Madrid, dem FC Barcelona, dem FC Bayern, Juventus Turin, Chelsea oder natürlich Paris Saint-Germain - die Franzosen spielen bei den größten Clubs des Kontinents. In der Quali steckte die Équipe Tricolore den frühzeitigen Rückschlag des 0:2 in der Türkei schnell weg und qualifizierte sich mit 25 von 30 möglichen Punkten souverän.

DER TRAINER: Didier Deschamps ist bereits seit neun Jahren Cheftrainer der Franzosen und hat sie seitdem stetig vorwärts entwickelt. Nach der knappen Viertelfinal-Niederlage bei der WM 2014 gegen den späteren Weltmeister Deutschland führte er Frankreich bei der Heim-EM 2016 ins Finale und holte vor drei Jahren in Russland den WM-Titel. Sein Vertrag ist bereits bis zur WM 2022 in Katar verlängert.

DIE STARS: Aus dem starken Kollektiv ragen zwei Superstars noch einmal heraus, die meist Seite an Seite am Sturm-Duo agieren: Antoine Griezmann vom FC Barcelona und Kylian Mbappé von Paris St. Germain. Dahinter spielt unter anderem Paul Pogba von Manchester United, auf dem Flügel Kinsley Coman vom FC Bayern. Die Berufung von Altstar Karim Benzema war eine Überraschung - der 33-Jährige reist mit der Empfehlung einer starken Saison bei Real Madrid an.

SCHON GEWUSST? Deschamps ist erst der dritte Fußballer weltweit nach dem Brasilianer Mario Zagallo und Franz Beckenbauer, der als Spieler wie als Trainer Weltmeister wurde.

PORTUGAL: DAS TEAM: Portugal ist Titelverteidiger. Zum achten Mal ist die Seleção bei der Endrunde dabei. Die Offensive um Weltstar Cristiano Ronaldo ist herausragend. Je weiter man aber nach hinten geht, desto größer werden die Leistungslöcher. In der gealterten Defensive gibt es in Ruben Dias (24) aber einen Hoffnungsträger für die Zukunft.

DER TRAINER: Fernando Santos. Von 2010 bis 2014 war er Nationalcoach Griechenlands, dann übernahm er mit Erfolg sein Heimatland. EM-Triumph 2016, Nations-League-Sieg 2019.

DIE STARS: An erster Stelle muss Cristiano Ronaldo (Juventus Turin) genannt werden. Doch der ehemalige Weltfußballer steht nicht ohne Unterstützung da. João Félix (Atlético Madrid), Bernardo Silva (Manchester City) oder Bruno Fernandes (Manchester United) haben längst ihre Klasse unter Beweis gestellt.

SCHON GEWUSST? Portugal schaffte beim EM-Triumph 2016 etwas Einzigartiges. Ohne einen einzigen Sieg in der Gruppenphase - dafür immerhin ungeschlagen mit drei Unentschieden - kamen Cristiano Ronaldo & Co. in die K.o.-Phase.

UNGARN: DAS TEAM: Ungarn sicherte sich erst in einem irren Playoff-Finish gegen Island die zweite EM-Teilnahme in Serie. Der EM-Dritte von 1964 setzt auf die Leipziger Achse um Peter Gulacsi, Willi Orban und Dominik Szoboszlai.

DER TRAINER: Marco Rossi. Der Italiener kannte Ungarns Fußball schon als Vereinstrainer von Honved Budapest, 2018 übernahm er dann das Nationalteam als Nachfolger des Belgiers Georges Leekens.

DIE STARS: Peter Gulacsi und Dominik Szoboszlai (beide RB Leipzig) stechen aus dieser Mannschaft heraus. In Willi Orban ist ein weiterer Leipziger für die Defensive wichtig. Im Angriff spielt Adam Szalai (FSV Mainz 05) noch immer eine wesentliche Rolle.

SCHON GEWUSST? Ein ehemaliger Profi von Hertha BSC ist Altersrekordspieler der EM. Torwart Gabor Kiraly, der gerne graue Schlabber-Jogginghosen trug, löste 2016 mit 40 Jahren und 74 Tagen Lothar Matthäus (39 Jahre und 91 Tage) ab.

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