11 Januar 2018 | Lokales

Chinesische Botschaft gelobt Besserung

Nach Berichten über Tierquälerei fordert SPCA diplomatische Intervention

Die chinesische Botschaft hat gelobt, Berichte über angeblich von ihren Staatsbürgern begangene Tierquälerei in Namibia untersuchen zu wollen und sich hiesigen Gesetzen zum Schutz bedrohter Tierarten bedingungslos fügen zu werden.

Von Marc Springer, Windhoek

Diese Zusicherung folgt einem Schreiben das der Tierschutzverein SPCA an den chinesischen Botschafter Zhang Yiming gerichtet und von dem er nun die erhoffte Antwort erhalten hat. Darin sichert jener zu, die Botschaft fühle sich dem Schutz bedrohter Tierarten verpflichtet und sei bemüht, ihre Staatsbürger über geltendes Recht in Namibia aufzuklären. Ferner habe die Botschaft eine Untersuchung gegen chinesische Bürgern und Unternehmen eingeleitet, die im Zusammenhang mit möglicher Misshandlung von Tieren genannt worden seien.

Das Versprechen folgt nachdem die Geschäftsführerin des SPCA, Monique Redecker, den Botschafter schriftlich auf eine Häufung von Berichten hingewiesen hatte, wonach sich Chinesen hierzulande der Tierquälerei schuldig machen würden. Dabei hebt sie ausdrücklich hervor, dieser Vorwurf gelte nicht allgemeingültig für alle Chinesen und solle nicht zu einer „Stereotypisierung“ beitragen.

Es stehe jedoch außer Frage, dass es „kulturelle Unterschiede“ zwischen Chinesen und Namibiern gebe und letztere z.B. ihre Haustiere nicht aus kulinarischen Gründen „als mögliche Mahlzeit“ betrachten würden. Dies werde unter anderem an dem Fall der Firma Orient Dragon Construction deutlich, die im Windhoeker Industriegebiet Prosperita ein Bauprojekt betreut und dort diverse Tiere, darunter Schweine, Hunde und Schildkröten unter schlimmsten Bedingungen gehalten habe und von denen die Schildkröten eindeutig „für den Kochtopf bestimmt“ gewesen seien.

Da sich derlei Fälle der Tierquälerei zuletzt gehäuft hätten und der SPCA mangels Ressourcen nicht alle von ihnen untersuchen oder ahnden könne, habe sie beschlossen, die Botschaft einzuschalten. Schließlich werde vor allem auf sozialen Medien immer wieder Empörung über die Misshandlung von Haustieren und die Wilderei von Nashörnern laut, an der augenscheinlich vielfach Chinesen beteiligt seien.

Deshalb wolle der Tierschutzverein die Botschaft ersuchen, chinesische Staatsbürger aufzuklären und darauf hinweisen, dass viele von ihnen als Nahrungsquelle genutzte Tierarten hierzulande geschützt seien. Ferner empfiehlt Redecker dem Botschafter sich mit Kommentaren auf sozialen Medien vertraut zu machen. Dies werde ihm vergegenwärtigen, wie groß die Empörung über Tierquälerei in Namibia und die damit verbundene Gefahr sei, dass hier lebende Chinesen unter Generalverdacht gestellt und ausgegrenzt würden.

Deshalb müssten Chinesen nicht nur von der Misshandlung von Tieren und dem Verzehr geschützter Wildarten abgehalten, sondern auch animiert werden, sich gegen derlei Praktiken zu engagieren.

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