04 Dezember 2018 | Lokales

CEO spricht Klartext

Neuer Stadtdirektor Archie Benjamin stellt sich vor

Swakopmunds neuer Stadtdirektor, Archie Benjamin, hat am ersten Arbeitstag klare Ansagen gemacht: „Wir können nicht so weitermachen wie zuvor. Wir müssen uns entwickeln und die Stadt nach vorne bringen“, sagte er gestern Morgen vor dem gesamten städtischen Personal.

Von Erwin Leuschner, Swakopmund

Bis zum letzten Platz war gestern Morgen der Swakopmunder Ratssaal mit Angestellten der Stadtverwaltung gefüllt, als sich der neue Stadtdirektor Archie Benjamin am ersten Arbeitstag offiziell vorgestellt hat. Obwohl das Programm mit knapp einer Stunde Verspätung begann, machte Benjamin in seiner Rede unmittelbar deutlich: „Swakopmund muss sich weiter entwickeln.“

Derweil Benjamin, der zuvor als Stadtdirektor von Tsumeb tätig war, viel Lob für den Küstenort aussprach, hatte er auch Kritik parat: „Swakopmund ist das Opfer seines eigenen Erfolgs.“ Damit verwies er auf die besonders große Zuwanderung, mit der Namibier in ihrer Hoffnung auf Arbeit in die Küstenstadt gezogen seien. Die Migration halte zudem weiterhin an, so Benjamin. Darüber hinaus gebe es in Swakopmund ein „historisches Ungleichgewicht“ zwischen dem „Osten und Westen“, was ebenfalls Aufmerksamkeit benötige, sagte er.

Auf diese Weise sprach Benjamin von „vielen Herausforderungen“, um die Stadt nach vorn zu bringen. Hierzu wolle er in den kommenden Tagen und Wochen mehrere interne und externe Gespräche führen. „Und ich werde dabei allen zuhören, sei es der Bürgermeisterin oder dem Straßenfeger“, sagte er und ergänzte: „Vielleicht mag ich unerfahren sein, aber was ich noch nicht weiß, werde ich lernen.“ Dabei versprach er Transparenz.

In seiner Rede wies Benjamin auch darauf hin, dass die Entwicklung der Stadt lediglich durch Zusammenarbeit möglich sei und man sich gegenseitig „nicht wegstoßen dürfe“. „Ich kann nicht versprechen, dass wir immer einer Meinung sein werden, was auch gut ist. Denn, wenn wir lediglich auf Personen achten, die wir mögen, dann haben wir ein Problem“, sagte er weiter.

Der neue Stadtdirektor wies auch auf die unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen hin, die beim städtischen Personal vertreten seien und zeigte sich erfreut. „Diese Diversität ist unsere Stärke und wird uns nach vorne bringen“, sagte er. „Ich weiß, dass Ihr alle bei einem neuen Stadtdirektor Angst vor dem Unbekannten habt. Aber ich bin hier, um Euch zu dienen“, erklärte Benjamin.

Dieser hat den Posten von Eckart Demasius übernommen, der vor mehr als zwei Jahren in den Ruhestand getreten war. Seitdem diente der Manager Marco Swarts als amtierender Stadtdirektor. Swarts wurde gestern für seine Arbeit gedankt.

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