17 März 2017 | Meinung & Kommentare

CBD-Entwicklung zu langsam

Bald jedes Kind in Namibia weiß, dass sich Graspollen ständig nach außen entwickeln und grüne Ränder vorzeigen, während die Mitte scheinbar grauer und öder wird. Dieses Phänomen betrifft auch die großen Städte der Welt, davon ist weder Windhoek noch in Zukunft Swakopmund, Ondangwa oder Oshakati ausgeschlossen. Bei der Neueinführung einer Initiative seitens des Privatsektors und der Stadt, die Innenstadt zu regenerieren, meinte ein besuchender Fachberater, dass dieses Schicksal jede Großstadt ereilt, da Menschen in die sichereren sowie offeneren und moderneren Vororte abwandern. Dass dieses Bedürfnis nach Wiederbelebung keine Neuerscheinung ist, weiß wohl jeder, der sich schon mal mit dem Thema auseinandergesetzt hat. Es ist desto wahrscheinlicher, dass dieses Phänomen schon seit Jahren ein fester Bestandteil des Studien-Pensums ist, wenn man sich als Stadtplaner ausbilden lässt. Diese Abwanderung aus der Innenstadt und die daraus folgende Abwertung der Investitionen und Immobilien wurden bereits in jedem mittleren Geografie-Textbuch der Klassen 10 bis 12 angesprochen.

Desto beschämender ist es, wenn bereits im Jahre 2014 eine Initiative zur Wiederbelebung der Windhoeker Innenstadt gestartet wurde und mit ähnlich-feierlicher Stimmung diese Initiative drei Jahre später nochmals neu vom Stapel läuft; jedes Mal als ob wir soeben das Rad erfunden hätten! Warum ist in den drei Jahren absolut nichts passiert?! Und lasst uns Klartext reden: Wenn dies eine so ruhmreiche PPP ist, warum hat der Privatsektor, dessen Eigentumswert und -Nutzung am meisten unter der Abwanderung zu leiden hat, erst jetzt wieder den Hintern hoch bekommen?

Von Frank Steffen

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