17 Januar 2019 | Natur & Umwelt

Buchter und MET arbeiten zusammen

Mangan-Export wird am Montagabend neu beleuchtet

Während sich zwei südafrikanische Mangan-Exporteure nach heftigen Widerstand seitens der Einwohner der Hafenstadt Lüderitzbucht jetzt um die Umweltverträglichkeitsbescheinigungen bemühen, die von einer Umweltverträglichkeitsprüfung abhängen, wollen sich die Einwohner nun treffen und dem Vorhaben einen endgültigen Riegel vorschieben.

Von Frank Steffen, Lüderitzbucht/Windhoek

Das namibische Ministerium für Umwelt und Tourismus (MET) hat jetzt die Lüderitzbuchter Einwohner zu einer öffentlichen Versammlung am kommenden Montag, 21. Januar 2019 (18 Uhr im deutschen Schulsaal) eingeladen. Im November 2018 begannen zwei südafrikanische Firmen aus der Umgebung von Kuruman im Nord-Kap (Südafrika) mit Vorbereitungen für ihr Vorhaben, Manganerz über den Lüderitzbuchter Hafen nach China und andere Länder zu exportieren. Dies scheiterte an dem Protest der Einwohner und einem landesweiten öffentlichen Aufschrei (AZ berichtete).

Reginald Hercules, der sich als Aktivist für ein sofortiges Verbot starkgemacht hatte, ist jetzt auch der Koordinator der anstehenden Versammlung. Laut veröffentlichter Tagesordnung will das Umweltministerium fünf Themenbereiche erörtern: 1. Gesundheitsrisiken bei der Verladung von Manganerz; 2. Auswirkungen des Mangans auf Frisch- sowie Seewasser; 3. Auswirkungen eines solchen Unternehmens auf die Ortschaft Lüderitzbucht; 4. Wortlaut und Unterschriften für eine Petition; und 5. die Erörterung möglicher Rechtsschritte aufgrund des unrechtmäßigen Abladens und der Lagerung von Manganerz in Lüderitzbucht, ohne vorherige öffentliche Konsultationsgespräche und eine vorliegende Umweltverträglichkeitsbescheinigung.

Eines der beiden Exporteure, TradePort Namibia, hatte bereits am ersten Tag des neuen Jahres damit begonnen erste Lieferungen vor der Stadt abzuladen und hatte dabei anscheinend über alle Verordnungen hinweggesetzt. Der daraus resultierende Protest der Küstenstadteinwohner hatte das MET dazu veranlasst dem Unternehmen sofortigen Einhalt zu gebieten.

Das MET-Verbot war erst erfolgt, nachdem die ersten neun Lieferungen bereits draußen vor der Stadt auf einem Areal der Bahngesellschaft Transnamib abgeladen worden waren. Acht weitere Lkws wurden daran gehindert ebenfalls ihre Fracht zu löschen, woraufhin sich die Hafenbehörde NamPort eingeschaltet hatte und mit MET-Erlaubnis die Sendung in Schuppen auf dem Hafengelände untergebracht hatte. Jetzt wollen die Einwohner eine Wiederholung dieser unerlaubt importierten Frachten verhindern, indem sie direkt mit dem MET zusammenarbeiten.

In der Einladung wird das Umweltgesetz aus dem Jahre 2007 zitiert und somit auf die Tatsache hingewiesen, dass Auswirkungen auf die Umwelt vor der Umsetzung eines Unternehmens untersucht und eingeschätzt werden müssen, wobei die Meinung der davon betroffenen Interessenträger sowie Einwohner der Umgebung zu Rate gezogen werden müssen. Nachhaltige Entwicklung und Nutzung werden von diesem Gesetz wiederholt betont.

Inzwischen befindet sich in den elektronischen Medien eine Kopie einer Annonce im Umlauf, laut der Tradeport in einer lokalen Zeitung am 19. November 2018 (einem Montag) auf sein Export-Vornehmen hingewiesen haben soll. Dies wird von den Einwohnern als Hinterlist empfunden, weil es Interessenträgern nur fünf Tage eingeräumt hatte (Freitag, den 23. November 2019), sich zu registrieren und schriftliche Einwände anzumelden.

In der Annonce hatte sich TradePort als Antragssteller für eine Umweltverträglichkeitsbescheinigung im Rahmen des Umweltgesetzes ausgegeben. Es habe vor „Manganerz und andere Materialien wie Gips (Calciumsulfat), Düngemittel und Kalk, aber auch Diesel nach Namibia einzuführen“. Das Diesel sollte allerdings für den Eigenverbrauch eingeführt werden, wodurch erneut gefragt wird, wie viele Verdienste Namibia bei diesem risikoreichen Unterfangen zu erwarten habe.

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