09 Januar 2019 | Meinung & Kommentare

Bringen die Wahlen die Rettung?

Gerade Mal eine gute Woche alt ist das neue Jahr, da sind schon drei Raubüberfälle in Swakopmund vermeldet worden. Beim ersten Fall wurde eine Frau am helllichten Tag in der Strandstraße attackiert und ausgeraubt. Zwei weitere Fälle hat es nun in der Anton-Lubowksi-Straße gegeben. Der jüngste Überfall ereignete sich dort am Montagabend: Es waren Touristen, die auf ihrem Heimweg in der inzwischen berüchtigten Straße überrascht worden sind.

Für die Küstenstadt sind diese Fälle alles andere als ein Aushängeschild – und eigentlich sollten sich die Stadtherren schämen. Vor allem die Mitglieder der städtischen Exekutive spucken oftmals bei öffentlichen Veranstaltungen große Töne über ihre Stadt und untermalen die Betitelung: „Swakopmund, der internationale Ferienort.“ Aber die Verwendung dieser Bezeichnung ist schlichtweg peinlich, weil hier weder die Sicherheit von Bewohnern, noch jene von den Urlaubern garantiert werden kann – und nichts hierfür getan wird. Von einem Ferienort erhofft man sich jedoch genau das Gegenteil.

In den vergangenen Jahren hat es in Swakopmund regelmäßige sogenannte „Kriminalitätswellen“ gegeben, die dank des unermüdlichen Einsatzes der Bewohner, unter anderem durch die besonders aktive Nachbarschaftswache, gebremst werden konnten.

Was hat die Stadt selbst dazu beigetragen? Wenig. Hinzu kommen die unzähligen aufdringlichen Makalani-Händler, Bettler und sonstige Vagabunden, die Bewohner und Besucher belästigen und ebenso ein Unwohlsein erzeugen – auch hier tut die Stadt überhaupt nichts.

Initiativen wie ein umfangreiches Kameraüberwachsungssystem, das die Sicherheit für alle erhöhen sollte, sind leider in den Mauern der Stadtverwaltung ins Stocken gekommen. Das erweckt fast den Eindruck, dass den Mitgliedern der Exekutive das Wohlergehen der eigenen städtischen Bewohner egal ist. Aber, es gibt einen Lichtblick: Zum Glück ist das Wahljahr greifbar Nahe – vielleicht werden dann kompetente Personen gefunden, die ihre Versprechen (zumindest ein Stück weit) einhalten.

Erwin Leuschner

Gleiche Nachricht

 

Eine ermutigende Entwicklung

vor 4 tagen - 18 September 2019 | Meinung & Kommentare

Mit der Auftragsvergabe für den Ausbau und die Modernisierung des Hosea-Kutako-Internationalen-Flughafens außerhalb Windhoeks, an das lokale, namibische Bauunternehmen Nexus Building Contractors, scheint die Regierung ihr...

Unmögliche Leistungserwartung

1 woche her - 12 September 2019 | Meinung & Kommentare

Im Jahr 2004 stritt sich der Parlamentsabgeordnete Johan de Waal (DTA) mit der Finanzministerin Saara Kuugongelwa-Amadhila wegen des Windhoek Country Clubs: der Betrieb hatte für...

Schillerndes Verhältnis

1 woche her - 10 September 2019 | Meinung & Kommentare

Eine ganze Reihe von Eigenschaftenkönnen wir Namibier von den Chinesen abgucken: Genügsamen Arbeitseifer jenseits destruktiver Gewerkschaften, gezielte Familienplanung, Stehvermögen bei der Ausführung kleiner und...

Respekt ist eine Zweibahnstraße

vor 2 wochen - 05 September 2019 | Meinung & Kommentare

Vor Jahren verspätete sich der damalige Premierminister Hage Geingob, der als Gastredner zur formellen Einführung des VAT-Systems eingeladen worden war. In seiner bestimmten und höflichen...

Investitionsruinen vermeiden

vor 2 wochen - 04 September 2019 | Meinung & Kommentare

Die Swakopmunder Ortseinwohner sind für ihre Eigenarten bekannt. Gewissermaßen eine Nation für sich – vor allem die Deutschsprachigen. Dies wurde in dieser Woche wieder deutlich,...

Eben nur bedingt starker Mann

vor 3 wochen - 30 August 2019 | Meinung & Kommentare

Der namibische Umweltminister zeigt sich von starker Seite und verlangt eine Ausnahmeregelung für die Nasenhörner und das Elfenbein der SADC-Staaten. Es muss in der Tat...

Von Demut und Verantwortung

vor 3 wochen - 28 August 2019 | Meinung & Kommentare

Das vergangene Wochenende war wieder von Schicksalsschlägen geprägt. Die Nachricht des verunglückten Busses, bei dem zwei Schüler ums Leben gekommen sind, hat große Bestürzung ausgelöst...

Was dem einen recht ist...

vor 3 wochen - 27 August 2019 | Meinung & Kommentare

Unbemerkt und wenig beachtet nehmen die Biomassen-Projekte im Lande zu. Das von der GIZ unterstützte Projekt „Debushing Advisory Services“ (Fachberatung für Entbuschung) hat gemeinsam mit...

Vom Reiz einer Verschwörung

vor 4 wochen - 23 August 2019 | Meinung & Kommentare

Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, heißt es. Diese Redewendung sollten sich derzeit all jene vor Augen halten, die Generalstaatsanklägerin Martha Imalwa der Rechtsbeugung beschuldigen,...

Verstoß gegen Menschenrecht

vor 1 monat - 22 August 2019 | Meinung & Kommentare

In der namibischen Verfassung steht unter anderem, dass „wir als Namibier entschlossen sind, eine Verfassung zu verabschieden, die für uns und unsere Kinder… die Errungenschaften...