16 November 2010 | Wirtschaft

BP-Nachfolger heißt "Puma Energy"

Windhoek - Diverse Vorankündigungen, dass sich die langjährig ansässige Ölgesellschaft British Petroleum (BP) aus Namibia zurückzieht, wurden gestern durch eine Erklärung der BP selbst bestätigt. Die Treibstoffvermarktung der BP wird in Namibia und Botswana jeweils zu 100 %, und in Sambia zu 75% an die Nachfolgefirma Puma Energy verkauft, lautet die Mitteilung der BP-Zentrale in Südafrika. In Malawi und Tansania übernimmt Puma 50% der BP-Interessen, wobei nicht mitgeteilt wird, wer die anderen Anteile beansprucht.
"Puma Energy", 1997 gegründet und mit Hauptsitz in der Schweiz, ist eine Tochtergesellschaft von Trafigura Beheer B.V., die 1993 in London gegründet wurde, und die Anfang des Jahres mit Agenten in Windhoek in Erscheinung getreten ist. Eine Nachfrage im Ministerium für Bergbau und Energie ergab gestern die Antwort, dass das namibische Ressort sehr wohl über den Wandel Bescheid wisse, aber dass der Zeitpunkt der physischen Übergabe von BP an Puma noch nicht bekannt sei, so Vizedirektor Immanual Nghishoogela. Trafigura hat bereits eine Geschäftsstelle in Windhoek eröffnet, die gestern jedoch auch kein exaktes Datum der Übergabe mitteilen konnte. Die BP-Erklärung besagt lediglich, dass für Namibia der Wechsel 2011 ins Haus stehen soll.
Dem Sprecher des Energieministeriums war auch nicht bekannt, dass Trafigura seit 2006 in einen Dumping-Skandal an Elfenbeinküste in Westafrika verwickelt ist. Trafigura hat laut Berichten aus mehreren Quellen 2006 ein Schiff (Probo Koala) gemietet, das etliche hundert Tonnen Giftmüll nach Amsterdam brachte, wo eine Gesellschaft die Abfallmasse zu einem bestimmten Preis entsorgen sollte. Als der verlangte Preis jedoch in die Höhe schoss, suchte Trafigura einen neuen Abladeplatz, den sie in Cote d'Ivoire fand. Es kamen über zehn Menschen auf den dortigen Abfallhalden ums Leben und 100000 Menschen erlitten ernste Gesundheitsschäden. Laut der New York Times hat Trafigura der Elfenbeinküste später nach Gerichtsklagen 152 Mio. Euro (rund 1,52 Milliarden N$) gezahlt. Der Disput hat sich bis ins vergangene Jahr fortgesetzt.

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