10 Februar 2012 | Lokales

Boykottversuche gehen weiter

Windhoek/Berlin/Frankfurt/M. - Die vielen Boykottversuche gegen Namibia wollen kein Ende nehmen. Zu Beginn dieser Woche erklärte die südafrikanische Tierschutzorganisation The Seals of Nam, man habe sich mit der Bitte an die Organisatoren der Internationalen Tourismusbörse (ITB) in Berlin gewandt, Namibia die Teilnahme an dieser weltgrößten Reisemesse zu verweigern. "Wir haben auch alle Sponsoren der Ausstellung kontaktiert und sie über unser Anliegen informiert", erklärte Pat Dickens, Gründer der Tierschutzorganisation, schriftlich.

"Aufgrund des jährlichen Massakers, bei dem 91000 Kappelzrobben zu Tode geprügelt werden, wurde ein internationaler Boykott für namibischen Sport und Tourismus sowie für namibische Produkte ins Leben gerufen", schreibt Dickens in seiner E-Mail, die er allen Medien und den ITB-Beteiligten zukommen ließ. Dickens meint, es handele sich beim Robbenschlagen um einen klaren Verstoß gegen das namibische Tierschutzgesetz (Animal Protection Act of 1962), welches besage, dass es eine Straftat sei, "ein Tier zu überlasten, misshandeln, vernachlässigen, wütend zu machen, quälen, verstümmeln, oder es auf grausame Art zu schlagen, treten, anzustacheln oder zu verängstigen".

Auf Nachfrage der AZ bei dem Büro des Namibischen Tourismusrates (NTB) in Frankfurt am Main erklärte dessen Leiterin Maureen Posthuma, dass man von diesem Ausgrenzungsversuch wisse. "Wir arbeiten zurzeit an einer Strategie, mit dieser Angelegenheit umzugehen", erklärte Posthuma und sagte, dass diese Angelegenheit nicht in der Kontrolle des NTB liege. "Es ist natürlich eine wichtige Besorgnis, mit der wir korrekt umgehen müssen", so Posthuma, "Aber wir werden die volle Unterstützung der Messe Berlin erhalten."

Bei den ITB-Veranstaltern scheint das Anliegen der Tierschutzorganisation noch nicht angekommen zu sein. "Wir haben hiervon nichts gehört" erklärte Astrid Ehring, Pressesprecherin der Messe Berlin, welche die ITB ausrichtet. Allerdings sei dies nicht das erste Mal, dass jemand mit einem Anliegen dieser Art an die Messeveranstalter herantrete. "Immer wieder kommen gewisse Organisation auf uns zu und wir geben immer dieselbe Antwort", so Ehring. Wie sie erklärt, handele es sich bei der ITB um eine politisch neutrale Plattform, die sich bei Anliegen dieser Art raushalte. Solange sich ein Land auf dem Boden des Gesetzes bewege, gebe es keine Bedenken für die Teilnahme dieses Landes. "Würden wir all diesen Anliegen folgen, könnten wir auch keine Messe abhalten", sagte Pressesprecherin Ehring nannte ein Beispiel, wonach eine Organisation, die sich für die Rechte von Homosexuellen einsetzt, an die ITB herantrat und gegen Israel (aufgrund der Schwulen- und Lesben-feindlichen Politik dieses Landes) vorgehen wollte.

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