21 Januar 2019 | Bildung

Bildung im Rückwärtsgang

Opposition: „Die Regierung zockt mit der Zukunft der Jugend“

Windhoek (ste) - Die Oppositionspolitikerin Elma Dienda, Parlamentsmitglied für die PDM-Partei, äußerte sich gestern per Pressemitteilung zu den Ergebnissen der Klassen 10 (NSC) und 12 (NSSC) - im letzteren Fall ging es vor allem um den Schulabschluss auf niederen Niveau (NSSCO).

„Wenn man sich diese Resultate der Prüfungen zum Jahresende 2018 betrachtet, wird einem klar, dass die Regierung unsere junge Generation im Stich lässt“, schreibt Dienda. Die Anzahl Arbeitsloser sei in den vergangenen 28 Jahren mit tausenden Zehntklässlern in die Höhe geschossen, welche die zehnte Klasse nicht geschafft hätten - ähnlich sei es den Zwölftklässlern ergangen, die es einfach nicht weitergeschafft hätten: „Die Bildung befindet sich wirklich im Rückwärtsgang.“

Dienda erkennt eine Abwanderung der Schüler an Privat-Bildungsstätten sowie das NAMCOL-Kolleg „welches die Bildungsministerin Hanse-Himarwa sogar ohne Scham zugibt“. Sie vermisst die Planung im Bildungswesen und erkennt das an den mangelnden Englisch-Kenntnissen, welches sich nachteilig auf die Lernfähigkeiten in den anderen Fächern auswirkt.

Sie ging ferner auf das neue Bildungssystem ein, welches momentan eingeführt wird und dazu führen wird, dass in zwei Jahren die traditionelle 12. Klasse der sich noch im alten Strom befindenden Schüler (NSSCO und NSSCH - also niederes und höheres Niveau) zeitgleich mit der Klasse 11 des neuen Systems abgeschlossen wird. Im letzteren Fall werden dann alle Elftklässler ihre Prüfungen auf dem jetzigen niederen Niveau der Klasse 12 (NSSCO) geschrieben haben. Lediglich Schüler, die einen vorausgesetzten Punktestand erreichen, dürfen dann in die 12. Klasse versetzt werden, wo sie zwischen drei und fünf Fächer auf höherem Niveau belegen dürfen.

Dienda empfindet das System als unvollständig und schlecht durchdacht - und sie sieht sich durch einen NAMCOL-Besuch darin bestätigt, denn weder die Lehrkräfte noch die Schüler würden vollkommen verstehen, welche Beschlüsse es nun seitens der Schüler gilt, aufzuwiegen.

Laut Dienda würde den meisten Eltern erst jetzt nach Einführung allmählich klar werden, dass das neue System ihre Kinder auf einen zwischen den Klassen 10 und 11 kombinierten Abschluss zuführt, der dem vorigen Abschluss der Klasse 12 auf niederem Niveau entspricht - wobei allerdings drei Jahre auf zwei verkürzt werden. Nur die sogenannten „higher level“ Fächer der Klasse 12 - also auf höherem Niveau, dem alten NSSCH - sollen künftig in der 12. Klasse angeboten werden.

Dienda kommt dabei zu dem Schluss, der in verschieden Presse-Berichten wiederholt angesprochen, aber bisher nicht vom Bildungsministerium aufgegriffen wurde: „Keine Universität außerhalb Namibias wird unsere Schulabgänger der Klassen 11 aufnehmen.“ Das Bildungsministerium hat indessen für Donnerstag eine Pressekonferenz anberaumt.

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