01 März 2010 | Leserbriefe

Bei der Sprache umstellen

Der Artikel in der AZ über den Mord an Herrn Neumann ist für uns deutschsprachige Namibier geschrieben worden. Wenn wir in Deutschland zu Gast sind, müssen wir uns auch umstellen. Wenn namibische Reiseleiter eine Gruppe aus Deutschland fahren, wird ihnen schier Unmögliches abverlangt mit den vielen Dialekten, die die Gäste sprechen, die alle deutsch sein sollen und für uns Namibier so schwer zu verstehen sind.

Frau Petereit ist es vielleicht unbekannt, dass wir in Namibia eine andere Ausdrucksweise in unserer hier gesprochenen deutschen Sprache haben als es in der Bundesrepublik Deutschland der Fall ist. Während wir Namibier in Deutschland des Öfteren hilflos vor einem Automaten stehen, weil wir dieses Deutsch nicht verstehen, ist es umgekehrt für aus der BRD kommende Deutsche oft hier nicht ganz einfach, unsere sogenannte verdrehte Satzstellung zu verstehen. Man muss unterscheiden zwischen den deutschsprachigen Namibiern, die oft in einer anderen Sprache denken als sie schreiben, die alle mehr als eine Sprache sprechen, die auch nicht deutsch denken, sondern namibisch. Wir sind anders als Deutsche in der BRD groß geworden, unsere Kultur ist bereits verändert, besonders bei den Familien, die hier schon in der 5., 6. oder gar 7. Generationen leben.

Ich hatte mal ein Manuskript nach Deutschland zur Korrektur geschickt - man wollte mein ganzes Buch umschreiben, denn mein Deutsch sei mehr als fehlerhaft. Nun, ich habe es nicht umschreiben lassen, auch nicht die späteren Auflagen. Die hohen Auflagen zeigen, dass unser namibisches Deutsch durchaus lesbar ist. Wir reden hier nicht von unserem Südwesterdeutsch, denn diese "taal" ist ja nog al ein ganz anderes Ding.

Gaby Tirronen (Autorin von "Südwester Kochbuch" und "Schmunzeln mit ner Prise Sand"), Swakopmund

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