14 Juli 2020 | Angeln

Bedenken über Crew-Wechsel

Berichte über Besatzungswechsel in Walvis angeblich falsch

Einige ausländische Crew-Mitglieder sind vor kurzem mit einem Charterflug in Namibia gelandet und durften - offenbar ohne eine 14-tägige Zwangsquarantäne an Land - ihre Arbeit auf Fischtrawlern aufnehmen. Das Gesundheitsministerium bezeichnet dies als falsch und unwahr.

Von Erwin Leuschner, Swakopmund/Walvis Bay

„Liebe Walvis Bayer. Wir sind auf uns allein gestellt. Das Regime kümmert sich nicht um uns, weil ihr finanzielles Interesse an der Fischereiindustrie wichtiger ist als unser Leben“, erklärte Knowledge Ipinge, Regionalratsmitglied für den Wahlkreis Walvis Bay. Er fügte hinzu: „Ausländer dürfen einfliegen und direkt auf Schiffe umsteigen, auf denen sich auch Namibier befinden, ohne 14 Tage lang unter Quarantäne gestellt zu werden. Wenn auf diesen Schiffen in den nächsten Wochen jemand positiv (mit COVID-19) diagnostiziert wird, liegt die Ursache auf der Hand.“

In einem Schreiben gibt Ipinge die Anzahl der angereisten, ausländischen Besatzungsmitglieder mit 276 an. Sie seien unter anderem für die Firmen Tunacor, Namsov und Carapau angereist.

Das Gesundheitsministerium äußerte sich nun schriftlich zu diesen Berichten und bezeichnete jene als falsch und unwahr. „Derartige Berichte verursachen Panik in dieser schwierigen Zeit“, teilte das Ministerium mit. Der Besatzungswechsel habe demnach in der Tat stattgefunden, allerdings seien alle ausländischen Besatzungsmitglieder vorher auf COVID-19 untersucht worden. Sie seien in Besitz eines entsprechenden Zertifikats bei ihrer Ankunft gesund in Namibia zugelassen worden. Außerdem würden sie auf Kosten der jeweiligen Firma unter eine 14-tägige Zwangsquarantäne gestellt. „Berichte, dass die ausländische Crew an Bord zugelassen wurde, derweil sich dort noch Namibier befinden, sind unwahr“, heißt es in der Erklärung.

Indessen teilte Erongo-Gouverneur Neville Andre am Freitag mit, dass die angereiste, ausländische Crew die Zwangsquarantäne unter bestimmten Bedingungen an Bord der Schiffe durchbringen dürfe. Unter anderem würden sich ein Polizist sowie ein qualifizierter Arzt an Bord des jeweiligen Schiffes aufhalten müssen, um täglich die Körpertemperaturen zu überprüfen. Darüber hinaus dürfe sich niemand auf dem Schiff befinden, wenn der Besatzungswechsel stattfinde. „Ich bin froh, dass wir dieses Problem endlich lösen konnten“, sagte Andre und bedankte sich beim Gesundheitsministerium.

Eine entsprechende Genehmigung für den Crew-Wechsel hatte Gesundheitsminister Dr. Kalumbi Shangula bereits Mitte Juni gutgeheißen. In einem Schreiben an den Vorsitzenden des Bastardmakrelen-Verbandes, Peter Carlson, hatte der Minister den Besatzungswechsel in den Bastardmakrelen-Fischereiunternehmen auf Grundlage einiger Maßnahmen und Tests sowie einer 14-tägigen Quarantäne gemäß bestehender Protokolle genehmigt. Demnach dürfe die Crew von neun Schiffen ausgetauscht werden, wozu die Carapau, Jupiter, Venus, Desert Ruby, Desert Jewel, Mediva Star und die Caveman Star zählen.

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