21 Oktober 2011 | Lokales

Beamtenwillkür bleibt ein Problem

Swakopmund - "Wir sind natürlich ein bisschen genervt", sagte Michael Rosenberg der AZ, nachdem er in Walvis Bay beim Innenministerium den Fehler gegen Bezahlung berichtigen musste. Knapp eine Woche ihres Urlaubs musste das Pensionärsehepaar wegen der Nachlässigkeit des Beamten umgestalten.

Das Touristenpaar, Michael und Ursula Rosenberg, ist am 12. Oktober in Windhoek eingereist, nachdem es von Deutschland über Johannesburg geflogen war. Bei der Einreise in Namibia habe das Paar auf das angegebene Formular die geplante Aufenthaltsdauer mit "sechs Wochen" (42 Tage) angegeben. Die Person am Einreiseschalter hat allerdings auf dem Stempel im Reisepass lediglich "30 Tage" vermerkt. Die Rosenbergs hätten den Eintrag nicht überprüft und seien nach Omaruru gefahren, um dort Familie zu besuchen. Erst in dem Ort hätten sie das Versehen bemerkt.

Um sämtlichen Schwierigkeiten aus dem Weg zu gehen, hätten sie die Angelegenheit in Swakopmund berichtigen wollen und somit per Shuttle eine Reise dorthin unternommen. "Wir hatten eigentlich nicht vor, nach Swakopmund zu kommen und wollten direkt in den Landesnorden reisen", so Michael Rosenberg. Die Berichtigung beim Innenministerium konnten sie allerdings nur in Walvis Bay vornehmen, deshalb hätten sie erneut per Taxi eine Reise dorthin gemacht. "Zum Glück hatte unser Taxifahrer einen Bekannten beim Ministerium und konnte uns somit schnell zur richtigen Person verweisen", sagte Michael Rosenberg und fügte hinzu: "Es standen sehr viele Personen dort in der Reihe und es hätte sonst bestimmt viel länger gedauert."

Als die Beiden am Dienstag dieser Woche ihre Reisepässe dort eingereicht hätten, sei allerdings ein anderer Fehler aufgefallen. Der Einreisestempel ist falsch datiert gewesen: Anstelle von "2011-10-12" (12. Oktober 2011) wird dort "2011-01-12" (12. Januar 2011) als Einreisetag angegeben. "Man hat uns gefragt, was wir hier machen, da wir schon neun Monate in Namibia sind", so Michael Rosenberg. Zum Glück war das Datum auf dem südafrikanischen Einreisestempel richtig, als die Rosenbergs dort im Transit waren, deshalb konnten sie den Fehler nachweisen.

Um das Versehen zu berichtigen, musste das Paar am Dienstag beim Einreichen der Pässe eine Bearbeitungsgebühr (handling fee) in Höhe von 160 Namibia-Dollar zahlen. Als sie ihre Pässe am darauffolgenden Tag abgeholt haben, mussten sie wegen der Verlängerung des Besuchereinreisepermits weitere 780 Namibia-Dollar zahlen. "Wir wollen andere Touristen warnen, das Datum im Reisepass sofort und immer zu überprüfen", so Michael Rosenberg abschließend.

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