27 August 2010 | Wirtschaft

Bastardmakrele lässt Kassen klingeln

Windhoek - Laut dem Finanzbericht für das vergangene Geschäftsjahr hat Bidvest den Umsatz um 15,9% auf 1,6 Mrd. N$ steigern können, wogegen der Handelsgewinn (trading profit) um 29,7% auf 368,9 Mio. N$ geklettert ist. Der Profit nach Steuern wurde mit 237,1 Millionen angegeben, das seien 29,3% mehr als im Vorjahreszeitraum (183,3 Mio. N$). Ausgehend von dieser Leistung sei eine Dividende pro Aktie von 21 Cent erklärt worden. Diese Zahlen wurden am Mittwoch in Windhoek bekannt gegeben. "Unsere Resultate sind sehr zufriedenstellend", lautet das Fazit von Sebby Kankondi, Hauptgeschäftsführer von Bidvest Namibia.

Zu dem positiven Ergebnis habe vor allem die Fischereisparte der Unternehmensgruppe, die unter dem Namen BidFish firmiert, beigetragen. Deren Anteil am Handelsprofit wird mit 77,9% angegeben. Die Bastardmakrele bleibt das Zugpferd von BidFish, zu dem das Unternehmen Namsov gehört, das nach eigenen Angaben die Lizenz für "über 50 Prozent der erlaubten Fangmenge für Bastardmakrele" habe. Der Einsatz eines weiteren Fischereischiffes (MFV Jupiter), das für knapp 209 Millionen Namibia-Dollar gekauft wurde und die Flotte auf sechs Schiffe vergrößert hat, habe einen großen Anteil an dem positiven Endresultat gehabt - und stärkt nun die Wachstumserwartungen für die Zukunft. Der Fischbestand und die Marktpreise seien in Ordnung und böten gute geschäftliche Rahmenbedingungen. "Das Wachstum muss nun aus mehr Effizienz kommen, die wir mit dem neuen Schiff erreichen", sagte BidFish-Geschäftsführer Jan Arnold mit Verweis darauf, dass die MFV Jupiter im vergangenen Geschäftsjahr nur vier Monate im Einsatz gewesen sei.

Indes wartet man noch auf den Durchbruch beim wirtschaftlichen Engagement in Angola. "Die Verzögerungen und der Frust dauern an", kommentierte Arnold das Joint-Venture-Unternehmen Comet/Pesca Fresca. Immerhin habe man diese Woche die letzten benötigten Genehmigungen erhalten und könne nun voll durchstarten. Die Geschäftsaktivitäten in Angola bestehen nach Unternehmensangaben aus dem Fangen, Einfrieren und Verkauf von Fisch für den heimischen Markt (rund 60 Tonnen pro Tag) sowie der Produktion von Fischmehl für den Export.

Unter dem Dach der Abteilung BidCom (Dienstleistungen, Industrie und kommerzielles Geschäft) habe vor allem das Speditionsunternehmen Manica durch Aufträge von der Ohorongo-Zementfabrik sowie diversen Minenbetrieben zu dem guten Ergebnis beigetragen. Indes habe der Autovermieter Budget im zweiten Geschäftshalbjahr unter einem "WM-Kater" gelitten, erklärte BidCom-Geschäftsführer Hans-Werner Timke. Er hoffe, dass das Tourismusgeschäft jetzt wieder anzieht.

"Wir bleiben bescheiden, sind aber zugleich auch stolz", resümierte Bidvest-Hauptgeschäftsführer Kankondi und stellte "weitere Vergrößerungen" in Aussicht. "Wir bleiben aber in den Grenzen von Namibia", fügte er hinzu.

Der Mischkonzern Bidvest wurde im Oktober 2009 an der namibischen Börse (NSX) gelistet und galt zu diesem Zeitpunkt hinsichtlich des Streubesitzes (von Aktien) in Höhe von rund 600 Mio. N$ als drittgrößtes Unternehmen an der NSX.

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