29 Januar 2007 | Lokales

Banken verheimlichen Gebühren

Windhoek - Mit der Zentralbank als Gastgeber feierten alle vier Handelsbanken Namibias den Auftakt zur "Woche der Banken 2007", zu der Tom Alweendo, Gouverneur der Zentralbank, und Leonard Haynes, Präsident der Bankenvereinigung, die Begrüßungsworte sprachen. Die Bankierswoche von heute bis zum 2. Februar schließt ein Wandertheater (road show), einen Kunstwettbewerb aller Oberschulen, eine Bankenbeilage in zwei Zeitungen und die Vorstellung einer neue Bankenwebsite ein.

Zeitgleich exponiert das Namibische Wirtschaftsforschungsinstitut, NEPRU, in einem Vergleich der Bankgebühren zwischen Namibia, Südafrika und Botswana die hiesigen Handelsbanken, wie sie ihre Kunden schröpfen. Namibia kommt dabei nicht zum ersten Mal wieder sehr schlecht weg, weil hiesige Banken im Vergleich zu Südafrika bei interner Zahlungsanweisung (internal debit order) 60% mehr und bei externer Zahlungsanweisung (external debit order) 43% mehr an Gebühren verlangen.

Laut NEPRU erhebt die FNB (First National Bank) in Namibia bei Bargeldeinzahlung auch höhere Gebühren als FNB in Südafrika. "NedBank Namibia verlangt bei Bargeldeinzahlung zweimal soviel an Gebühren wie NedBank in Südafrika. Im Durchschnitt erhebt Namibia im Vergleich zu Südafrika und Botswana bei Spar- und Scheckkonten offensichtlich die höchsten Bareinzahlungsgebühren", so NEPRU.

Nachdem Kuugongelwa- Amadhila im voll besetzten Auditorium der Zentralbank über Sinn und Nutzen eines Bankkontos gesprochen hatte - ein Vergleich der Gebühren kam nicht zur Sprache - richtete sie die Aufforderung an die Banken, ihre Bemühungen fortzusetzen, den ärmeren Schichten der Bevölkerung in Stadt und Land den Zugriff zu Dienstleistungen der Finanzinstitute zu erleichtern. "Viele Menschen sind nicht mit den Vorteilen vertraut."

In dem Kontext ging sie auf die leidige Gebührenfrage ein. "Die Banken behalten die Gebühren für sich und geben sie nicht offen bekannt." Manche seien regelrecht widerwillig, Einblick zu gewähren, beanstandete sie. "Wenn Sie ein Auto kaufen, erkundigen Sie sich doch nach dem Preis und erhalten diesen auch!" Die Ministerin zeigte Unverständnis für die ablehnende Haltung der Institute. "Da fehlt es an Transparenz. Wenn sie aber die Gebühren offenlegen, kommt das allen zugute." Die Bankkundschaft sei ohnehin schon über die hohen Gebühren besorgt. Auch deswegen sei es wichtig, dass die angestrebte Finanzcharta, für Versicherungen inklusive, baldmöglichst verabschiedet werde.

Die mit Spannung erwartete Charta, so erläuterte Jerome Mutumba von der Zentralbank der AZ, werde von privaten und staatlichen Interessenträgern des Finanzwesens aufgesetzt, aber der Zeitpunkt der Bekanntgabe und welche Körperschaft den Entwurf zum gültigen Kodex ausrufen werde, seien noch ungewiss. Die Charta soll das Rahmenwerk für Black Empowerment und Besitzverhältnisse sowie die Unterstützung für nationale Planziele ( NDP 3 und Vision 2030) darstellen. Ebenso soll die Charta dem Kunden und der Finanzbranche Maßstäbe formulieren, wonach sie die Dienstleistung des Sektors beurteilen und beanstanden können.

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