10 Mai 2019 | Verkehr & Transport

Bahnverbindung jetzt gefährdet

TransNamib verliert einmalige Trans-Kalahari-Chance an Transnet

Bereits seit einigen Jahren will sich Namibia zur Logistik-Drehscheibe für das südliche Afrika entwickeln. Teil des Planes sieht eine Bahnverbindung von Walvis Bay nach Botswana vor. Wenngleich beide Länder bereits eine Grundsatzabmachung unterschrieben haben, bietet sich jetzt Südafrika als Alternative an.

Von Ogone Tlhage & Frank Steffen, Windhoek

Transnet, die staatliche Bahngesellschaft Südafrikas, hat sich im vergangenen Februar mit ihren botswanischen Kollegen und Vertretern der Botswana Rail getroffen. Ziel ist es, eine Bahnlinie für schweren Güterzugverkehr nach Lephalale in der Limpopo-Provinz zu bauen. Lephalale liegt knapp 200 Kilometer westlich von Polokwane - vorher als Pietersburg bekannt. Damit erhofft sich Südafrika laut Fin24 den Zugang zu den Kohlereserven Botswanas, die auf etwa 212 Milliarden Tonnen geschätzt werden.

Dies widerspricht dem namibisch-botswanischen Abkommen aus dem Jahre 2014, das eine solche Verbindung nach Walvis Bay herstellen wollte und damit den Export des Produktes nach Indien und China ermöglichen sollte. Die Bahnlinie war als Gemeinschaftsprojekt unter dem Namen Trans-Kalahari Railroad geplant. Demnach war der Bau eines Bahngleises von 1500 Kilometer Länge, zu einem Kostenpunkt von etwa 100 Milliarden N$ geplant. Die Linie sollte innerhalb von fünf Jahren fertiggestellt werden, ab wann jährlich 90 Millionen Tonnen aus den Kohlegruben bei Mmamabula in Botswana über Namibia ausgeführt werden sollten.

Neuesten Erkenntnissen zufolge, visiert Botswana jetzt eine Mehrzwecklinie an. Transnet wird laut eigener Ansage die Stromvorsorge entlang dieser Linie verbessern und will ferner einen Tunnel bei Overvaal (unweit Ermelo) in Mpumalanga bauen. Die südafrikanische Bahngesellschaft befindet sich jedenfalls bereits in der Ausführungsphase, welches Botswana entgegenkommt in einer Zeit, in der Namibia weiterhin in der Planungsphase feststeckt.

Der Pressesprecher der TransNamib, Hippy Tjivikua, versicherte auf Nachfrage, dass Botswana sowie Namibia weiterhin am Plan festhalten, doch scheint sich hier nun nach fünf Jahren der Untätigkeit eine Geschäftsgelegenheit mit dem Nachbarland allmählich in Luft aufzulösen.

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