13 Juli 2010 | Wirtschaft

Bahnnetz vorerst reparieren

Windhoek - Erkki Nghimtina, der Minister für Öffentliche Arbeiten, Transport und Kommunikation, ließ sich entschuldigen da er sich nicht wohl fühlte, aber sein Vize, Chief Samuel Ankama und die stellvertretende Staatssekretärin Balbina Pienaar besuchten gestern TransNamib. Der Geschäftsführer des kommerziellen staatlichen Unternehmens, Titus Haimbili wies darauf hin, dass das Bahnnetz dringend repariert, gewartet und modernisiert werden muss. "Wir haben 250 Millionen Namibia-Dollar von der Regierung erhalten. Zuerst wird die veraltete Strecke zwischen Windhoek und Okahandja auf Vordermann gebracht. Ausschreibungen für die Reparatur und Wartung der Bahnlinie zwischen Walvis Bay und Tsumeb sind bereits veröffentlicht worden und bis Mitte nächsten Jahres sollten die Arbeiten abgeschlossen sein", sagte Haimbili. Der TransNamib-Geschäftsführer informierte Vizeminister Ankama, dass das Übereinkommen mit Ohorongo-Zement ein Einkommen pro Jahr von 60 Mio. N$ für das Staatsunternehmen bedeute. TransNamib wird für den Transport von Steinkohle von Walvis Bay zur Zementfabrik zwischen Otavi und Tsumeb verantwortlich sein und auf dem Rückweg Zement zur Hafenstadt und anderen Orten in Namibia transportieren. In naher Zukunft sollen in Tsumeb in einer Joint-Venture-Fabrik zwischen TransNamib Holdings und dem indischen Unternehmen GPT Infraprojects, Bahnschwellen aus Beton hergestellt werden, die bisher aus Südafrika stammten. Die neuen Betonschwellen sollen die alten Stahlschwellen im hiesigen Schienennetz ersetzen. In Zukunft soll das gesamte Schienennetz erneuert und modernisiert werden.
"Wir haben inzwischen mit dem chinesischen Unternehmen Beijing Zongs Railway Supplies einen Vertrag unterzeichnet, um schneller Ersatzteile für die SDD6-Lokomotiven zu erhalten. Zuvor mussten wir zuerst zahlen und haben dann die Teile bekommen, was zu schwerwiegenden Verzögerungen im Bahnverkehr geführt hat", erklärte Haimbili. Vizeminister Chief Ankama besuchte das TransNamib- Hauptquartier, den Windhoeker Bahnhof und fuhr mit dem Desert Express zu den Wartungshallen.
"Wir haben vier chinesische Lokomotiven des Typs CKD, deren technische Ausrichtung nicht unseren Ansprüchen entspricht. Deshalb wurden die Loks aus dem Verkehr gezogen und wir versuchen sie als Ersatzteile zu verkaufen", sagte der Geschäftsführer TransNamibs. Insgesamt habe das Staatsunternehmen 69 Lokomotiven, von denen 49 im Einsatz seien. Zudem seien 80 Mio. N$ gutgeheißen worden, um die 18 GE Lokomotiven (General Electric) bei dem südafrikanischen Unternehmen TransNet und Africa Rail Engineering Company restaurieren zu lassen. "Im Rahmen dieses Programmes wurden bereits sechs der Lokomotiven überholt und sind wieder im Einsatz", sagte Haimbili.
Die beiden kommerziellen Staatsunternehmen TransNamib und NamPort, die unter das Ministerium für Öffentliche Arbeiten, Transport und Kommunikation fallen, haben ein Abkommen unterzeichnet, um enger, besser und kostengünstiger zusammenzuarbeiten. Dies sei das erste Abkommen dieser Art zwischen zwei kommerziellen Staatsunternehmen, die unter dasselbe Ministerium fallen.
Haimbili ist der Meinung, dass die florierenden Bergbauunternehmen, die Uran abbauen wollen, zukünftig eine Herausforderung für TransNamib bedeuten. Jetzt schon würde TransNamib die großen Frachtmengen der Bergbaugesellschaften zu 85 Prozent transportieren.

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