06 März 2017 | Meinung & Kommentare

Bahndamm-Schlendrian

Schade, wenn Transnamib an einem Tag stolz die Inbetriebnahme von sechs neuen Lokomotiven und 90 speziell-angefertigten Güterwaggons, sowie zweier Gabelstapler (Kostenpunkt 526 Millionen N$) ankündigt und zwei Tage später einen Teil genau der Linie, die so lebensnotwendig für den neuen Auftrag ist, als weggespült ankündigen muss. Genau da scheint die größte Schwäche unseres Landes zu liegen: Teure Infrastruktur wird angeschafft, aber nicht ordentlich instandgehalten. Wenig gute Regenjahre vergehen ohne dass Kranzberg und Umgebung wegen weggewaschener Gleise in den Medien auffallen. Die Bahndämme sind marode, aber unnütze neue Bahnlinien wurden in den Norden und nach Lüderitz verlegt. An den wichtigen Stellen wird notdürftig bis zum nächsten Regen aufgefüllt und repariert; diesmal kann es selbst eine Woche dauern. Aber genau darin liegt die Voraussetzung, den gewinnbringenden Vertrag für 1000 Tonnen Schwefelsäure, von Tsumeb an die Uran-Minen, tatsächlich zum Erfolg zu führen. Indem man Millionen für einen Teil der Ausrüstung ausgibt, die für ein Logistik-Abkommen benötigt wird, man aber nachlässt den Teil der bestehenden Ausrüstung auszubessern, der das neuangeschaffte Equipment sicher passieren lassen soll, steuert die Transnamib mit offenen Augen auf ein Risiko für den Steuerzahler zu. Es darf nicht angehen, dass die Transnamib ihre Konkurrenz ausschaltet, indem sie die Sicherheit ihrer Angestellten, des Equipments und der Güter ohne Rücksicht auf Konsequenzen und Kosten in Gefahr bringt, weil sie weiß, dass der Steuerzahler ihr Rückversicherer ist. Es ist die Pflicht der Transnamib die Bahnlinien instand zu halten!

Von Frank Steffen

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