24 September 2020 | Natur & Umwelt

Aufräumkampagne nun virtuell

Umweltminister fordert mehr Mülltonnen in Städten und Siedlungen

Die diesjährige nationale Aufräumkampagne wurde gestern offiziell ins Leben gerufen. Weil große Versammlungen wegen der COVID-19-Pandemie untersagt sind, will das Umweltministerium sich dieses Mal einsetzen, die Öffentlichkeit zu sensibilisieren und hofft auf eine Änderung der Einstellung.

Von Erwin Leuschner, Swakopmund/Windhoek

Um die verantwortungslose Abfallentsorgung in Namibia zu beseitigen, müssen Namibier über die Bedeutung einer saubereren Umwelt sensibilisiert werden. „Wir haben dieses Unverständnis als einen von vielen Faktoren identifiziert, warum Menschen Müll auf unerwünschte Weise wegwerfen und entsorgen“, sagte Pohamba Shifeta, Minister für Umwelt, Forstwirtschaft und Tourismus, gestern in Windhoek.

Bei dem Anlass startete Shifeta offiziell die diesjährige nationale Aufräumkampagne, die bis 31. März 2021 andauert. Es ist die dritte Kampagne ihrer Art in Namibia, nachdem Präsident Hage Geingob erstmals eine derartige Initiative im Jahr 2018 ins Leben gerufen hatte. „Wir haben erkannt, dass Land aufgrund verantwortungsloser Abfallentsorgung unansehnlich geworden ist und wir versuchen, die Einstellung unserer Bürger zu ändern. Sie müssen verantwortungsbewusster mit Abfällen umgehen“, sagte Shifeta.

Derweil in den vergangenen Jahren großangelegte, landesweite Aufräuminitiativen stattgefunden haben, wird dies in diesem Jahr nicht möglich sein. „Es wird keinen nationalen Aufräumtag geben, weil von großen Versammlungen abgeraten wird,“, sagte Shifeta. Einzelpersonen, Gruppen und Institutionen seien vielmehr aufgerufen, an jedem Tag des Kampagnenzeitraums und darüber hinaus Aufräumarbeiten in ihrem Umfeld durchzuführen - und dabei die soziale Distanzierung zu beachten.

Wegen der außergewöhnlichen Situation in diesem Jahr sei das Ministerium aktuell dabei, die Teilnahme an der Kampagne mittels virtueller Plattformen, insbesondere durch soziale Medien, zu fördern. Demnach werde bald der „Trash Tug Challenge“ beginnen: dabei würden Einzelpersonen und Gruppen Aufräumarbeiten durchführen, diese mittels Aufnahmen vor und nach den Arbeiten belegen und die Fotos anschließend mit dem Hashtag #KeepNamibiaClean im Internet veröffentlichen - Teilnehmern winkt die Chance, interessante Preise zu gewinnen.

Darüber hinaus habe das Ministerium festgestellt, dass es in namibischen Städten und Siedlungen weder eine angemessene Infrastruktur noch Dienstleistungen für die verantwortungsvolle Abfallentsorgung gebe. Beispielweise gebe es in den meisten Städten und Siedlungen keine günstig gelegenen Mülltonnen. Shifeta ruft daher Stadtverwaltungen- und den Privatsektor auf dies zu ändern: „Wir können nicht erwarten, dass Menschen ihre Abfälle sachgerecht entsorgen, wenn es keine Infrastruktur gibt, wie es in dichtbesiedelten Gegenden der Fall ist (...) Wenn dieses Problem nicht angesprochen wird, ist unsere Kampagne und alle anderen Bemühungen zur Säuberung des Landes sinnlos.“

Gleiche Nachricht

 

Feldfeuer in Etoscha wütet mehr als elf Tage lang

vor 12 stunden | Natur & Umwelt

Ein von Veldbränden dunkelgefärbter Himmel, fliehende Tiere und kaum Löscharbeiten – dieses Bild gibt es nunmehr seit mehr als elf Tagen im Etoscha-Nationalpark. Gestern hat...

Jugend stärker in Naturschutz einbinden

vor 12 stunden | Natur & Umwelt

Das Umweltministerium (MEFT) unterzeichnete gestern gemeinsam mit dem Nationalen Jugenddienst (National Youth Services, NYS) eine Absichtserklärung mit dem Ziel, die namibische Jugend in den Bereichen...

Kampf gegen Hitze und Feuer

vor 12 stunden | Natur & Umwelt

Von Erwin Leuschner, Swakopmund/Windhoek„Wir waren alle am vergangenen Wochenende am Boden zerstört, nachdem ein Teil unseres Lieblingscamps, der renovierte Hauptbereich von Onguma Tree Top, durch...

Geländewagen für den Schutz der Nashörner

vor 12 stunden | Natur & Umwelt

Vergangene Woche übergab der B2Gold-Rhino-Goldbarrenfonds ein Patrouillenfahrzeug an den Save The Rhino Trust (SRT). Einige Gebiete der Nashörner im Nordwesten des Landes sind durch den...

Elefantenkalb verendet kurz nach der Geburt im Aba-Huab

vor 2 tagen - 20 Oktober 2020 | Natur & Umwelt

Swakopmund (er) - Leben - so kostbar und so empfindlich: Ein kleiner Elefant wurde vor kurzem in dem Aba-Huab-Rivier zur Welt gebracht. Drei Stunden hat...

Etoscha-Feuer wütet nun mehr als sieben Tage lang

vor 3 tagen - 19 Oktober 2020 | Natur & Umwelt

Nach mehr als sieben Tagen wütet der Großbrand im Etoscha-Nationalpark noch immer. Der Brand hat einen großen Teil südlich von Namutoni und inzwischen auch ein...

Heuschrecken zerstören Weide

vor 3 tagen - 19 Oktober 2020 | Natur & Umwelt

Swakopmund/Windhoek (er) - Mehr als 5 000 Hektar Weide wurden bei der diesjährigen Plage der Wanderheuschrecke in Namibia zerstört. Insgesamt haben die Insekten mehr...

Robbensterbe beunruhigt Forscher

vor 3 tagen - 19 Oktober 2020 | Natur & Umwelt

Von Erwin Leuschner, Swakopmund/Walvis Bay/StellenboschLokale und internationale Experten sind äußerst besorgt: Der Strand bei Pelican Point bei Walvis Bay und andere Strände in Zentralnamibia, wo...

Forstwirtschaft nimmt Gestalt an

vor 3 tagen - 19 Oktober 2020 | Natur & Umwelt

Von Brigitte Weidlich, Windhoek Zumeist chinesische Betriebe und angebliche Geschäftsleute trieben im Nordosten des Landes den Kahlschlag voran und exportierten tausende Tonnen Edelholz in Containern...

Startschuss für Biokohle

vor 3 tagen - 19 Oktober 2020 | Natur & Umwelt

Eine Broschüre mit praktischen Richtlinien für Namibier, die sich für die Herstellung von Biokohle aus Eindringerbusch interessieren, wurde kürzlich in Windhoek vorgestellt. Das Projekt wird...