12 November 2018 | Gesundheit

Auf dem Weg zu umfassender Bildung in Namibia

Windhoek (AZ) - Die Geschäftsführerin der Vereinigung für Kinder mit Sprach- und Hörbeeinträchtigungen (Association for Children with Language, Speech and Hearing Impairments of Namibia, CLaSH) und die Staatssekretärin des namibischen Bildungsministeriums haben vor kurzem eine Absichtserklärung unterzeichnet, das richtungweisend für die zukünftige Zusammenarbeit der beiden Institutionen ist. Dieses Memorandum erkennt nicht nur die vielen Jahre enger Kooperation zwischen CLaSH und dem Ministerium an, sondern legt auch geplante zukünftige Entwicklungen fest. Dabei geht es in erster Linie um die Verbindung spezialisierter Früherziehung für Kinder mit Hörbeeinträchtigungen und zielgerichteter Elternarbeit mit dem schulischen Angebot der staatlichen Gehörlosenschulen.

Um den zukunftsorientierten Ansatz des Bildungsministeriums zu unterstützen, das ein Bildungssystem anstrebt, in dem die Förderung frühkindlicher Entwicklung fest verankert ist, hat CLaSH vom 10. - 18. November 2018 eine Studienreise für Leopoldine Nakashole organisiert. Sie ist Abteilungsleiterin für Sonderpädagogik, inklusive Erziehung am Ministerium für Bildung, Kunst und Kultur. Dank privater finanzieller Unterstützung wird Nakashole verschiedene Einrichtungen in Niedersachsen (Oldenburg, Osnabrück, Hannover) und Hamburg besuchen können.

Begleitet wird sie von CLaSH-Geschäftsführerin Heide Beinhauer, die selbst ausgebildete Sonderpädagogin für hör- und sprachbehinderte Kinder ist.

Auf dem Programm stehen Besuche in medizinischen, pädagogischen und rehabilitativen Einrichtungen von internationalem Rang, die einen umfassenden Überblick über alle in Deutschland zur Verfügung stehenden Dienste und Interventionen geben werden. Nakashole wird Gelegenheit haben, den Weg eines Kindes mit Hörschädigung Schritt für Schritt zu verfolgen: von Neugeborenen Screening, Hörgeräteversorgung und/oder Cochlea Implantation über Kindergarten, Vor-, Grund- und Oberschule, weiterführende und berufliche Ausbildung bis hin zur erfolgreichen Integration gut ausgebildeter und fachlich versierter Erwachsener in den Arbeitsmarkt. Sie wird auch ein Zentrum für blinde und taubblinde Kinder besuchen, ebenso wie die Evangelische Stiftung Alsterdorf, eine vorbildliche Einrichtung für die Inklusion von Menschen mit Behinderungen. Die Universität Hamburg wird Einblick geben in die fundierte und vielseitige Ausbildung für Sonderpädagogen, und das Institut für Deutsche Gebärdensprache wird über linguistische Forschung im Bereich der Gebärdensprache und über die Qualifikation zum Gebärdensprachdolmetscher informieren. Ein Besuch bei Lufthansa Technik zeigt, wie es dem Unternehmen gelingt, Gehörlose zu Flugzeugmechanikern auszubilden und dauerhaft einzustellen.

Es ist für CLaSH ein großes Privileg, dem Bildungsministerium eine Studienreise in diesem Umfang anbieten zu dürfen. Die Hilfsorganisation für Kinder mit Hörbeeinträchtigungen ist davon überzeugt, dass diese Reise nicht nur die langjährige Verbindung zum Ministerium stärkt, sondern auch dem gemeinsamen Ziel dient, eine ganzheitliche, jedem Kind individuell gerecht werdende Erziehung zu fördern.

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