03 März 2011 | Reiseberichte

Auf Abenteuersafari durch Namibia

Auf den ersten Blick mag eine Reise mit Kindern in das Land im südlichen Afrika eher unüblich erscheinen, bedenkt man die hohen Temperaturen und langen Strecken, die man zurücklegen muss, um zu den Sehenswürdigkeiten zu gelangen. Sobald die kleinen und größeren Kinder jedoch anfangen, sich für die Natur zu interessieren und diese zu entdecken, ist Namibia ein wunderbares Abenteuerland. Tierbeobachtungen und Fahrten durch die Nationalparks zählen sicherlich zu den Höhepunkten der Reise.
Im kinderfreundlichen Namibia sind die kleinen Reisenden gern gesehene Gäste, wenn auch nicht überall, so gibt es einige Gästefarmen, Lodges und Reiseveranstalter, die sich auf die jungen Besucher eingestellt und spezielle Angebote für Familien in ihren Programmen aufgenommen.
Southern Cross SafarisSo bietet Southern Cross Safaris Namibia-Reisen an, die unter einem kinderfreundlichen Motto stehen. Es gibt beispielsweise eine 15-tägige Zeltsafari, die unter anderem zum Sossusvlei, in den Namib-Naukluft-Park, nach Twyfelfontein, in den Etoscha Nationalpark, zum Waterberg-Plateau-Park und für die "Action" nach Swakopmund führt. Selbstverständlich kann jede Tour auf die individuellen Wünsche und Bedürfnisse der Familien angepasst werden. So kann man das Zelten zum Beispiel auch mit Lodge-Aufenthalten kombinieren.
"Es war einfach toll, mit diesen Kindern und ihren Großeltern zu reisen", erinnert sich Jimmy Zimmer, Eigentümer von Southern Cross Safaris an eine Safari." Victoria (11), Oliver (11) und Philipp (13) waren so schnell für die Tier- und Pflanzenwelt zu begeistern, dass es unendlich viel Spaß gemacht hat, ihnen etwas über das Land mitzuteilen". In einem Spiel hatte Jimmy die Kinder herausfinden lassen, welches Blatt, welche Blüte und welche Frucht zum jeweiligen Baum gehören.
Bei Southern Cross Safaris achtet man darauf, dass die Fahrtstrecken möglichst kurz sind, um Langeweile zu vermeiden. Wenn Philemon dabei ist, kann das allerdings gar nicht erst passieren. Der Koch von Southern Cross Safaris wurde nicht müde, den drei Kindern Worte in seiner Muttersprache Oshiwambo beizubringen. "Am Ende der Reise konnten sie bereits einen Satz sprechen", erzählt Jimmy. "Es ist auch immer wieder erstaunlich, wie sich Kinder und Jugendliche mit der Natur beschäftigen, wenn sie keine elektronischen Unterhaltungsmedien zur Verfügung haben. So wurden einfache Klippenspiele oder das Erkunden der Umgebung nach Spuren zu einem nachmittagfüllenden Programm. "Auch das Campen war für alle sehr lustig. Victoria, Oliver und Philipp haben ihre Zelte selbst aufgebaut und hatten dabei unheimlich viel Spaß. Sie haben freiwillig beim Abwasch und Feuer machen geholfen", erzählt Oma Eva stolz. "Die Kinder waren sehr wissbegierig und haben sich alles, was sie gelernt und erfahren haben ein Büchlein geschrieben, dass sie auch jetzt noch haben."
Natürlich darf bei einer solchen Reise auch die "Action" nicht zu kurz kommen. Swakopmund mit seinem umfangreichen Aktivitätenangebot ist dafür geradezu ideal. "Ausreichend Zeit zum Wandern, Klettern, Reiten und für sonstige Abenteuer, Boots- und Kajaktouren zu den Delfinen, Wüstenfahrten mit dem 'Quadbike' und Dünenrutschen sollte in jedem Fall im Reiseangebot eingeplant werden", weiß Jimmy. Für ihn ist es immer wieder toll, mit Kindern und deren Eltern zu reisen und zu sehen, wie diese beginnen, sich mit der Natur vertraut zu machen und Wissen aufzusaugen.
Und wer hautnah erleben möchte, wie die Buschmänner teilweise heute noch leben, der kann mit Southern Cross Safaris zu den so genannten "Living Projects" fahren. Mal mit einem Katapult zu schießen oder mit einem Buschmann auf Spurensuche oder gar Jagd zu gehen, wird zum unvergesslichen Erlebnis.
Nicht zuletzt der urige Unimog als Fortbewegungsmittel sorgt bei Kindern und Jugendlichen immer wieder für Begeisterung. Da wird keine Düne zu steil, kein Weg zu steinig und kein Schlammloch zu tief.
Mehr Infos unter
www.southern-cross-safaris.com
Royal Tours NamibiaEbenso auf das Reisen mit Kindern eingestellt, ist das Unternehmen Royal Tours Namibia. Entweder auf Selbstfahrerbasis oder als geführte Tour entwirft das Royal-Team individuelle Familiensafaris. Bootsfahrten, Schwimmen, toben in der Sonne, Allradfahrten, Dünenrutschen oder einfach nur die Tierwelt Namibias erleben - das und vieles mehr steht auf dem Kinder-Menü von Royal Tours. Dabei hat das Unternehmen bereits ausgearbeitet Touren, die aber entsprechend auf die Wünsche und Bedürfnisse angepasst werden können. Hierzu zählt beispielsweise die Tour "Dschungelbuch", die mit einem Besuch im Etoscha-Nationalpark besonders auf die Tierwelt des Sonnenlandes spezialisiert ist. Bei der Tour "Sandburg" wiederum reisen die Familien in die Wüste und erleben die Küste von Swakopmund. Auch Nadja Schlusche von Royal Tours bestätigt, dass Familiensafaris etwas aufwändiger bei der Planung sind, weil längst nicht alle Unterkünfte in Namibia auf Kinder eingestellt sind. Wichtig sei außerdem, ein Auto zur Verfügung zu stellen, das entsprechend Platz bietet, so dass Kinder während der manchmal unvermeidlich langen Fahrten auch spielen können. Ebenso werden die einzelnen Reiseziele mit entsprechend Zeit und abgestimmt auf die individuellen Bedürfnisse geplant, so dass sich Kinder und Eltern auch erholen können.
Mehr Infos unter:royaltours.com.na
Pasjona SafarisAuch auf das Reisen mit Familien eingestellt ist auch das Tour-Unternehmen Pasjona Safaris. Seit 1992 ist Gründerin Brigitte Scheid im Tourismus aktiv. "Vor vier bis fünf Jahren stieg die Nachfragen nach Familiensafaris", erzählt die Namibierin. Seit dem bietet sie zusammen mit Carola Sohrada und Klaus Schmidt individuelle ausgearbeitete Reisen zum Selbstfahren oder geführte Touren für Familien an. "Klar wollen die meisten die klassischen Sehenswürdigkeiten hierzulande besuchen, aber jede Familie stellt andere Wünsche, was die Auswahl der Unterkünfte und Aktivitäten betrifft. Manche wollen lieber campen, andere haben lieber ein Dach über den Kopf. Auch das jeweilige Angebot der Aktivitäten müsse individuell abgestimmt werden. "Selbstverständlich schauen wir darauf, dass auch die Eltern auf ihre Kosten kommen. Für sie soll der Urlaub ebenfalls erholsam und spannend sein", sagt Scheid weiter. Wenn geführte Touren gebucht werden, sei es wichtig, den entsprechenden Tourguide auszuwählen. Meist hängen sich die Kinder und Jugendlichen total an ihn und wollen alles über Tiere und Pflanzen erfahren. Jungen und Mädchen, besonders aus der Stadt, seien so lernbegierig, dass es unheimlich Spaß macht, ihnen das Land zu zeigen. Bei der Auswahl der Unterkünfte greift Pasjona meist auf kleinere Gästefarmen zurück, weil die sehr familienfreundlich sind und sich auf die entsprechenden Bedürfnisse einstellen. "Viele Kinder und Jugendliche genießen die Freiheit hierzulande. Hier dürfen sie viele Dinge, wie beispielsweise Feuer machen, was in Europa nicht so einfach möglich wäre. Kleine Gästebetriebe sind einfach flexibler, auch was das leibliche Wohl der jungen Gäste angeht. Für Brigitte Scheid sind Familiensafaris eine wichtige Besuchergruppe. "Schließlich sind die Kinder unsere Besucher von Morgen", weiß die Namibierin. Bei der Vorbereitung einer Familiensafari sei außerdem besonders bei kleinen Kindern wichtig, dass man nicht zu lange Strecken einplant. Sonst werden die jungen Gäste unruhig und quengelig. Aber auch da hat die Geschäftsfrau seit neuestem einen tollen Begleiter für das Autofahren. "Tüte, der kleine Bär", ist ein Buch, das die Geschichte und die Erlebnisse eines Teddys erzählt, der Namibia besucht. Ehemalige Gäste von Pasjona Safaris haben dieses Buch geschrieben, das es ab März bei dem Reiseunternehmen zu kaufen gibt.
Mehr Infos unter: www.pasjona.com

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