12 Juli 2018 | Polizei & Gericht

Arbeitsunfall löst Klage gegen Telekom aus

Windhoek (ms) – Ein Angestellter der Telekom, der bei einem Arbeitsunfall schwer verletzt wurde, hat seinen Arbeitgeber auf Schadensersatz in Höhe von 1,8 Millionen N$ verklagt.

Zur Begründung gibt der früher als Techniker tätige Manfred Edmund Quinton Beukes an, er habe am 20. Februar 2014 bei der Ausübung seiner Arbeit auf einer Leiter gestanden, als diese „weggerutscht“ und er anschließend herabgestürzt sei. Dabei habe er ein Schleudertrauma und schwere Prellungen erlitten. Außerdem sei seine rechte Hand derart schwer verletzt worden, dass er bis heute nicht den Mittelfinger krümmen oder Gegenstände greifen könne. Ferner habe er einen schweren Schock erlitten und sei derart traumatisiert worden, dass er noch immer unter Depressionen und Angstzuständen leide.

Beukes zufolge hätten einige Schnittwunden in der Hand geschlossen, mehrere Sehnen „repariert“ und seine Finger über einen längeren Zeitraum geschient werden müssen. Ungeachtet der dafür notwendigen Operationen sei seine Hand bis heute nicht „funktionsfähig“ und habe er deshalb seine Arbeit als Techniker nicht fortsetzen können. Stattdessen sei er in die Verwaltungsabteilung versetzt worden, wo er für deutlich geringeres Gehalt administrative Tätigkeiten erledigen müsse.

Die daraus resultierende Lohneinbuße lastet er der Telekom an, weil jene die am Arbeitsplatz geltenden Gesundheitsvorschriften missachtet habe. So hätten seine Vorgesetzten versäumt dafür Sorge zu tragen, dass die Leiter „rutschfest“ und am oberen Ende mit einer Vorrichtung versehen ist, mit der sie sich „einhaken“ lasse. Damit hätten sie ihre Führsorgepflicht für ihn als Angestellten verletzt und seien für den Unfall und die damit verbundenen Folgen haftbar.

Dazu zählt Beukes neben seinen Verletzungen auch die Tatsache, dass er in seiner neuen Eigenschaft als Verwaltungsbeamter deutlich weniger verdiene und sich dieser Verlust bis zu seinem Rentenalter im Jahre 2033 auf rund 1,7 Millionen N$ summieren werde. Ferner berechnet er für die durch den Unfall verursachte Teilbehinderung, sowie dem damit zusammenhängenden Schmerz und Verlust an Lebensqualität 90000 N$ wodurch sich der Gesamtanspruch auf 1,8 Millionen N$ summiert.

Die Klage soll am 3. Oktober verhandelt werden, nachdem ein Schlichtungsverfahren zwischen den beiden Parteien gescheitert ist.

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