12 Oktober 2021 | Natur & Umwelt

Arbeitsstelle ein unerfüllter Traum

Parlamentsausschuss hilft ReconAfrica vom Regen in die Traufe

Der Zorn der Bevölkerung an der Basis richtet sich nicht nur gegen ReconAfrica sondern zunehmend gegen die „Regierung“, wenngleich es sich um den Ständigen Parlamentarischen Ausschuss für Natürliche Ressourcen und seinen Vorsitzenden handelt. Ob die Ölgesellschaft von dem Schulterschluss mit dem Ausschuss profitiert, bleibt abzuwarten.

Von Frank Steffen, Rundu

Thomas Muronga betrachtet in seiner Kapazität als einer der Kommunalwald-Verwalter nicht nur die Vergabe von Landtrakten bei Kawe (Bohrloch 6.2 auf dem Acker von Andreas Mawano) und Mbambi (Bohrloch 6.1 auf dem Acker von Andreas Sinonge) an das kanadische Gas- und Ölexplorationsunternehmen Reconnaissance Energy Africa (ReconAfrica) als ungültig, sondern verurteilt auch den Besuch des Ständigen Parlamentarischen Ausschusses für Natürliche Ressourcen als fehlgeschlagenen Versuch, Leuten etwas vorzugaukeln.

Egal mit wem sich die AZ während ihres Besuchs im Nordosten des Landes unterhielt, kamen die Aussagen anfangs schleppend und eher misstrauisch, doch letztendlich siegten der Frust und die Enttäuschung. Dann überschlugen sich die Vorwürfe, die abwechselnd gegen ReconAfrica oder die „Regierung“ gerichtet waren. Der parlamentarische Untersuchungsausschuss wird fälschlicherweise nicht als ein parlamentarisches- beziehungsweise alle Parteien umfassendes Komitee betrachtet, sondern hat der Ausschuss bei den meisten Befragten ein Gesicht angenommen: Tjekero Tweya, als ehemaliger Minister und jetziger Swapo-Hinterbänkler. Tweya und die „Regierung“ werden demnach als ein und dieselbe Instanz gehandelt.

„Natürlich gibt es Menschen, die die Präsenz von ReconAfrica in der Kavango-Region gutheißen. Es handelt sich dabei fast ausschließlich um Menschen, die daraus profitieren oder sich momentan noch eine Arbeitsstelle erhoffen. Dabei reicht die Zahl nicht nahezu an die durch ReconAfrica in Aussicht gestellten Arbeitsplätze. ReconAfrica heuert billige Arbeit für die Küche sowie die Waschküche und den Hof an. Die wenigen gutbezahlten Stellen für Lokalansässige wurden gleich in Windhoek gefüllt; dafür wurden unsere Leute überhaupt nicht erwogen“, stellte Muronga nüchtern fest.

Anhörung wird zu Schikane

Er wiederholte den oft erhobenen Vorwurf: „Alle Versammlungen wurden verschoben, außer jene, die bei AMTA (ReconAfricas Büro befindet sich auf dem Gelände des stillgelegten AMTA-Marktes für Frischprodukte), dem Regional-Gouverneur und in den Stammesgebieten der Gciriku und Mbukushu angesagt waren. Nicht nur Ncaute wurde verschoben sondern auch die Versammlung von Ncuncuni, die letztendlich in Gcaru stattfand. Leute wurden hin- und her gescheucht und oft durften sie dann sowieso nicht an der Versammlung teilnehmen.“ So wurden bei der ReconAfrica-Versammlung nur Regionalratsmitglieder und Vertreter der Kommunalverwaltungen zugelassen. An weiteren Versammlungen wurden Interessenträger nur bedingt zugelassen.

Dazu käme, dass die Versammlungen an einem Donnerstag angekündigt worden seien und bereits am nächsten Tag begonnen hätten. Man habe sich weder ordentlich vorbereiten können, noch habe man so schnell Transportregelungen treffen können. Diese Behauptung wurde von mindestens acht Personen bestätigt mit denen die AZ sprach. In Rundu wussten viele Personen nur, dass es sich dabei um Öl handelt und andere zeigten überhaupt kein Interesse.

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