23 Dezember 2019 | Unfälle

Appell fällt auf taube Ohren

Zwei Verkehrstote bei Maltahöhe – Verletzte nach Frontalzusammenstoß

Eine Unfallfreie Feriensaison und verantwortungsvolle Autofahrer – das hat sich Polizeichef Sebastian Ndeitunga gewünscht und einen Appell an alle Urlauber gerichtet. Sein Aufruf ist aber auf taube Ohren gefallen. Es hat bereits mehrere Unfälle und Verkehrstote gegeben.

Von Erwin Leuschner/Nampa, Swakopmund/Windhoek

Ich möchte, dass es so wenig Unfälle, Tote und Verletzte auf unseren Straßen gibt wie nur möglich und appelliere daher an alle Verkehrsteilnehmer, dafür zu sorgen, dass ihre Fahrzeuge sicher sind, ihre Mobiltelefone nicht während der Fahrt zu benutzen und nicht unter Alkoholeinfluss zu fahren.“ Diese Forderung stellt Polizeichef und Generalinspektor Sebastian Ndeitunga an alle Autofahrer während der diesjährigen Festtage.

Allerdings hat es binnen weniger Tage landesweit mehrere Unfalltote und zahlreiche Verkehrsverletzte gegeben. Wie die Nachrichtenagentur Nampa unter Berufung auf Polizeiangaben berichtete, sind am vergangenen Donnerstag zwei Personen bei zwei getrennten Verkehrsunfällen nahe Maltahöhe ums Leben gekommen. Unter den Opfern war der 15 Jahre alte Maquith van Wyk. Der Teenager sei aus einem Geländewagen geschleudert worden, als der südafrikanische Fahrer auf der Schotterstraße D804 die Kontrolle über das Fahrzeuge verloren habe, heißt es. Drei Insassen seien schwer verletzt worden.

Am gleichen Tag sei der 34-jährige Jan Nel aus Walvis Bay verstorben. Nel habe während der Fahrt auf der Schotterstraße C19 zwischen Maltahöhe und der Hafenstadt die Kontrolle einen Bakkie (Pickup) verloren, wonach sich der Wagen überschlagen habe. Ein weiterer Insasse, Quinton van Wyk (45), habe schwer verletzt überlebt.

Einen weiteren tödlichen Verkehrsunfall hat es laut zuverlässiger Quelle am Samstagmorgen bei Katima Mulilo gegeben. Es soll sich um ein Todesopfer handeln, hieß es. Ferner wurden unbestätigten Angaben zufolge am Freitag neun Personen aus der Demokratischen Republik Kongo bei einem Unfall nahe Dordabis verletzt. Polizeiberichte zu diesen beiden Fällen lagen bis zum gestrigen Redaktionsschluss allerdings noch nicht vor.

Indes wurden am Samstag in den frühen Morgenstunden mehrere Personen bei einem Frontalzusammenstoß auf der Fernstraße B2 zwischen Swakopmund und Walvis Bay verletzt – wie durch ein Wunder gab es keine Toten. Laut zuverlässiger Quelle war ein Kleinwagen teils frontal mit einem Geländewagen zusammengestoßen. Die Unfallursache ist unklar. Ein drittes Fahrzeug soll kurz zuvor von der Straße abgekommen sein, offenbar um eine Kollision zu vermeiden.

Laut der Quelle soll der mutmaßliche Unfallfahrer zu Fuß geflohen sein und einen verletzten Insassen in dem Pkw zurückgelassen haben. Er sei wenig später unter dem Einfluss von Alkohol festgenommen worden. Von den sechs Insassen in dem größeren Fahrzeug seien zwei Personen schwer verletzt worden, die anderen seien mit leichten Verletzungen davongekommen. Die sieben Insassen des dritten Autos, darunter zwei neun Monate alte Babys, seien mit dem Schrecken davon gekommen.

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