10 Februar 2012 | Wirtschaft

Anlauf zur Stahlproduktion

Windhoek - Die namibische Investitionsgruppe Groot Group will mit hiesigen und europäischen Partnern das Land Namibia zu einem globalen Spieler auf dem Weltstahlmarkt entwickeln. So jedenfalls verspricht es Thomas Klein, Verkaufsleiter des italienischen Stahlwerkherstellers Danieli. Gestern wurde der erste Anlauf zu dem Projekt in Windhoek vorgestellt. Zunächst soll ein Nano-Stahlwalzwerk bei Otavi errichtet werden. Die Anlage werde nicht nur 350 direkte Arbeitsplätze schaffen, sondern soll mit einer jährlichen Stahlproduktion von bis zu 300000 Tonnen den Eigenbedarf decken und sogar Exporte ermöglichen. Die Vertragsunterzeichnung zwischen Groot Group und Danieli soll heute in Windhoek stattfinden.

Das Schredderwerk des Nano-Walzwerkes könne stündlich 50 Tonnen Schrott zerkleinern, die dann eingeschmolzen und zu Stabstahl mit einem Durchmesser von acht bis 32 Millimeter verarbeitet werden (z.B. für die Bauindustrie). Der Schrott werde von anderen Metallen (Zink, Kupfer usw.) und Fremdkörpern getrennt, die dann wiederverwertet werden können. Ebenso soll der CO2-Ausstoß weitaus geringer sein als bei herkömmlichen Stahlwalzwerken. "Alle Abgase und Abfallprodukte werden gesammelt und behandelt. Das macht dieses Werk zu einer sauberen und umweltfreundlichen Anlage", erklärte Klein gestern. Das Nano-Werk benötige durchschnittlich eine Stromversorgung von 38 Megawatt (MW). Die Investition belaufe sich auf knapp 1,52 Milliarden Namibia-Dollar, der Bau soll im April 2013 beginnen, erklärt Groot-Group-Geschäftsführer Simon Kapenda. In den folgenden 19 Monaten soll der Bau abgeschlossen werden.

Diese "Mini-Anlage" unter den Stahlwalzwerken soll den richtigen Einstieg für Namibia in diese Industrie ermöglichen. Denn wie Kapenda verspricht, werde im Jahr 2015 der Baustart des großen Stahlwalzwerkes mit einem Aufwand von 28 Milliarden Namibia-Dollar beginnen, wodurch Namibia, nach dessen Vollendung, zum größten Stahlproduzenten Afrikas werde. Mit einer jährlichen Produktionskapazität von rund zehn Millionen Tonnen wolle man sogar Südafrika (sieben Millionen Tonnen pro Jahr) hinter sich lassen. "Dieses Werk wird nur Eisenerz verarbeiten. Wir hoffen somit, hier eine lokale Industrie zu schaffen, denn Namibia hat ein geschätztes Erzvorkommen von 100 Milliarden Tonnen, die bisher nicht gefördert werden", erklärte Kapenda im AZ-Gespräch. Durch dieses ehrgeizige Projekt sollen insgesamt 15000 neue Arbeitsplätze entstehen.

Das gesamte Großprojekt läuft unter dem Namen Otavi Steel Mill Development (Otavi-Stahlwerk-Entwicklung) und ist eine Partnerschaft zwischen der Groot-Gruppe, dem Otavi-Stadtrat, der André-Neethling-Familien-Stiftung und der namibischen Entwicklungsgruppe SDS-Gruppe. Die deutsche SMS-Gruppe (Düsseldorf) werde die Entwicklung und den Bau des Großprojektes betreuen.

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