29 Oktober 2015 | Politik

An Flüchtlingsdebatte beteiligt

Von Eberhard Hofmann, Windhoek Katjavivi hat gestern über die namibische Teilnahme an der IPU-Konferenz berichtet, die vom 17. bis zum 22. Oktober in Genf abgehalten wurde. Es waren insgesamt 680 Delegierte aus 137 Ländern beteiligt. Namibia ist direkt mit der Unabhängigkeit 1990 IPU-Mitglied geworden. Die Vizevorsitzende des Nationalrats, Margret Mensah-Williams, Mitglied der namibischen Abordnung, ist Präsidentin des IPU-Koordinationskomitees für Frauenparlamentarier geworden. Das Konferenzthema lautete „Gebot für faire, effizientere und humanere Migration“. Neben Flüchtlingsfragen standen noch internationaler Terrorismus, Armutsbekämpfung, Geschlechtergleichheit, Menschen- und insbesondere Kinderrechte sowie Zielsetzung für nachhaltige Entwicklung nationaler Rohstoffe auf der Tagesordnung. Laut Katjavivi wurden die außereuropäischen Delegierten in die Debatte um die europäische Flüchtlingskrise involviert. Die Delegierten mussten zur Kenntnis nehmen, dass die Migration ihren Ursprung vorwiegend in den Entwicklungsländern hat. „Für Namibia ist es zwar erfreulich, nicht zur rennenden Gruppe zu gehören“, bemerkte Katjavivi, „dennoch können wir unsere Augen nicht (vor der Flüchtlingswelle) schließen.“ Weil aus einigen afrikanischen Ländern viele Migranten ab- und auswandern, bestehe die Gefahr, dass man die Migration dem ganzen Kontinent anlaste. Das UN-Flüchtlingswerk zählt weltweit 60 Mio. Menschen, die entweder als Flüchtlinge gelten oder als Asylsuchende bzw. als entwurzelt definiert werden. Die IPU-Delegierten hätten sich beraten, wie sie die globale Migration und die Flüchtlingskrise lindern oder verringern könnten. Fremdenphobie und Auswirkungen auf die globale Wirtschaft bezeichnet Katjavivi als Begleiterscheinungen. Dabei standen die Delegierten zunächst vor zwingenden Fragen, wie die großen Ströme Asylsuchenden zu hantieren und zu schützen seien. Die IPU-Delegierten waren sich laut Katjavivi darin einig, dass die Länder zu internationaler Hilfe verpflichtet seien. Die namibische Delegation bestand des Weiteren aus den Parlamentariern Ignatius Shixwameni, Bernadette Jagger, Victorine Shikongo, Barakias Namwandi, Rosalia Shilenga und Ambrosius Kandjii. Des Weiteren hat Katjavivi zwei ehemalige Jugendparlamentarier mitgenommen.

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