20 April 2011 | Dauerbrenner

Air Namibia in Streikgefahr

Windhoek - NATAU-Generalsekretär John Kwedhi erklärte gestern vor den Medien: "Das bedeutet, dass alle Leistungen eingestellt werden, bis unsere Forderungen erfüllt sind." Der kommerzielle Air Namibia-Geschäftsführer Xavier Masule reagierte gelassen auf die Kwedhis Statement, dass die Anwälte der Fluglinie die Drohung untersuchten und die Legitimität des angesagten Streiks überprüften. Das Management will heute mit einer Presseerklärung antworten. Ähnlich reagierte gestern die für Arbeitsbeziehungen zuständige Kraft der Fluglinie, Romeo Sinkala.
Laut Kwedhi hat sich die Gewerkschaft den "nicht gelösten Disput" am Montag vom Arbeitskommissar bescheinigen lassen, weil die Vermittlungsgespräche zwischen den Parteien gescheitert seien. Das Management von Air Namibia habe im vergangenen Jahr auf Forderungen von NATAU hin drei relevanten Gehaltskategorien eine Lohnerhöhung zwischen 7,5% bis 9,5% angeboten und zusätzlich eine monatliche Transportzulage in Höhe von 300 N$ sowie einen Wohnungszuschuss von 550 N$. Kwedhi hat nicht eröffnet, was die ursprünglichen Forderungen der NATAU waren.
Die Gewerkschaft hat das Angebot der Wohnungs- und Transportzulage angenommen und sich eine Antwort auf die Gehaltszulage vorbehalten. Dann habe das Management der Fluggesellschaft jedoch darauf hingewiesen, dass das Angebot ohne Bewilligung des Air Namibia-Vorstands ausgestellt worden und daher ungültig sei. Das Management hat das erste Angebot dann auf eine pauschale Zulage in Höhe von 4,5% reduziert, die auf Gehalt, Wohnungszulage, Transport sowie Beiträge für die Pensions- und Krankenkasse verteilt werden sollten. NATAU weist dieses Angebot zurück und erklärt, dass die Verhandlungen infolge des inkompetenten Managements zusammengebrochen seien.
Vizefinanzminister Calle Schlettwein hat im Parlament gerade im Rahmen der Motivierung seines Haushaltspostens das Kapitel Air Namibia behandelt. Die Staatsunternehmen werden insgesamt während des aktuellen Haushaltsjahres mit 1,4 Milliarden N$ subventioniert. Davon entfallen über 400 Mio. N$ allein auf Air Namibia, wovon wiederum über die Hälfte Nothilfe darstellt, damit Schulden bei den Handelsbanken getilgt werden. "Air Namibia weckt öffentliches Interesse", so Schlettwein. "Wir sind uns einig, dass diese Frage scharf untersucht werden muss." Das Finanzministerium habe eine IATA-Expertengruppe engagiert, die einen Geschäfts- und Sanierungsplan für die Fluggesellschaft entworfen habe, teilte der Vizeminister mit. Der Bericht liege beim Kabinett schon vor.

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